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22.11.2011

13:59 Uhr

Aktie auf Rekordtief

Commerzbank braucht noch mehr Milliarden als befürchtet

Die angeschlagene Commerzbank könnte rund fünf statt drei Milliarden Euro brauchen, wenn die EU-Bankenaufseher ihre Anforderungen verschärfen. Die Aktie geht auf Talfahrt und fällt auf ein neues Rekordtief.

Große Sorgen in der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt. dpa

Große Sorgen in der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt.

FrankfurtDie Commerzbank braucht Finanzkreisen zufolge wahrscheinlich deutlich mehr Kapital als bisher angenommen. Deutschlands zweitgrößtem Geldhaus fehlen nach bankinternen Berechnungen rund fünf Milliarden Euro, sollten die europäischen Bankenaufseher ihre Anforderungen nochmals verschärfen, wie mehrere mit den Zahlen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Die Spekulationen haben die Commerzbank-Aktien in der Spitze um zehn Prozent auf ein Rekordtief von 1,2180 Euro gedrückt.

Auf Basis des zweiten Quartals hatte die teilverstaatlichte Commerzbank die Lücke zur geforderten harten Kernkapitalquote von neun Prozent noch auf 2,9 Milliarden Euro beziffert. Im dritten Quartal verbuchte sie fast 700 Millionen Euro Verlust - inwieweit dieser den Kapitalbedarf erhöht hat, ist offen.

Zudem will die europäische Bankenaufsicht EBA die Bedingungen für die Kapitalberechnung nochmals verschärfen, was bei zahlreichen Banken die Lücke vergrößern würde. Deutschland und andere Länder leisten aber noch Widerstand.

Die EU-Regierungen wollen mit einer Rekapitalisierung der Banken das Vertrauen der Investoren in die krisengeschüttelte Branche wiederherstellen. Die Institute leiden unter massiven Abschreibungen auf europäische Staatsanleihen, was die Kapitaldecke ausdünnt. In der Branche gibt es aber heftige Kritik am Vorgehen der EU, denn die geforderte Kapitalquote geht weit über die neuen Anforderungen des internationalen Regelwerks Basel III hinaus.

Kommentare (16)

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donolli

22.11.2011, 13:54 Uhr

Na was hatte ich gestern zur COBk. geschrieben. keine Strategie, keine Scalen-Effekte in Retail (in Deutschland kann man nicht gegen SpK. und Volksbanken ankommen und Geld verdienen), kein Investment-Banking (selbst in guten Zeite nicht viel verdient)und das Firmenkundengeschäft die alte cash-cow hat man kaputt gemacht indem wie im Retail eine Dosenfabrik daraus gemacht (die Beratungsboutique ist futsch - Firmenkundenbetreuer bekommen zentral vorgegeben was sie verkaufen müssen - da kann man auch Staubsaugerverkäufer einstellen). Blessing und seine Wasserträger waren und sind reine Kosten- und Prozessoptimierer (eben Berater - nur das gelernt!)Müller sei dank, dass Du dies zugelassen hast! Analog Ackermann sollte er im AR seinen Hut nehmen!

Account gelöscht!

22.11.2011, 14:03 Uhr

Was ist mit dem Gerücht, dass JP Morgan in COBA investieren will. Irgendwo was gehört?

donolli

22.11.2011, 14:05 Uhr

Ach, die wollen Geld vernichten?

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