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25.04.2014

12:45 Uhr

Aktie unter Druck

Deutsche Bank prüft Kapitalerhöhung

ExklusivDeutschlands größtes Geldhaus hinkt bei der Kapitalausstattung hinterher. Nach Handelsblatt-Informationen denken Jain und Fitschen deshalb über eine Kapitalerhöhung nach. An der Börse kommen die Pläne nicht gut an.

Jürgen Fitschen (l.) und Anshu Jain: Die Co-Chefs der Deutschen Bank müssen die Reserven des Instituts aufstocken. dpa

Jürgen Fitschen (l.) und Anshu Jain: Die Co-Chefs der Deutschen Bank müssen die Reserven des Instituts aufstocken.

FrankfurtNoch in diesem Jahr könnte die Deutsche Bank nach Informationen des Handelsblatts (Freitagausgabe) Investoren um frisches Geld bitten. Wenige Tage vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das erste Quartal heißt es im Umfeld des Vorstands: „Die Frage, ob die Deutsche Bank zusätzliches Eigenkapital benötigt, ist wieder ein Thema.“

Schon 2013 sammelte Deutschlands größte Bank drei Milliarden Euro am Kapitalmarkt ein. Seither betonen die beiden Chefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain immer wieder, dass sie alles tun, um die Reserven aus eigener Kraft weiter zu stärken. Erste Fortschritte sind sichtbar: Die Kernkapitalquote stieg seit 2011 von unter 6 auf zuletzt 9,7 Prozent.

Aber die Zweifel wachsen, ob dies ausreicht, um die Forderungen von Investoren und Finanzaufsehern auf Dauer zu erfüllen. Denn die Deutsche Bank hinkt ihren wichtigsten internationalen Konkurrenten bei der Kapitalausstattung hinterher. Deshalb denken Jain und Fitschen nach Informationen des Handelsblatts über einen Plan B nach – eine weitere Kapitalerhöhung im Laufe dieses Jahres, die ein Volumen von rund fünf Milliarden Euro haben könnte. „Wenn eine kommt, dann vor der Sommerpause oder im letzten Quartal“, sagt ein Insider. Auch Investoren drängen darauf, die Finanzsituation zu verbessern.

Größte Banken der Welt (nach Bilanzsumme)

Platz 11

Deutsche Bank
Deutschland
1955 Milliarden Euro

Stand: Ende Juni 2015. Quelle: Bloomberg.

Platz 10

Barclays
Großbritannien
1960 Milliarden Euro

Platz 9

Bank of America
USA
1998 Milliarden Euro

Platz 8

BNP Paribas
Frankreich
2078 Milliarden Euro

Platz 7

Mitsubishi UFJ
Japan
2224 Milliarden Euro

Platz 6

JP Morgan Chase
USA
2402 Milliarden Euro

Platz 5

Bank of China
China
2408 Milliarden Euro

Platz 4

HSBC
Großbritannien
2489 Milliarden Euro

Platz 3

Agricultural Bank of China
China
2531Milliarden Euro

Platz 2

China Construction Bank
China
2627 Milliarden Euro

Platz 1

Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
China
3216 Milliarden Euro

Noch sei keine Entscheidung gefallen, heißt es in Bankkreisen. Zunächst wolle das Institut alles beim Alten lassen. Für zusätzlichen Geldbedarf könnten jedoch neue Belastungen sorgen.

Wenn sie sich nicht von den großen US-Investmentbanken in dem kapitalintensiven Geschäft das Wasser abgraben lassen wolle, brauche die Deutsche Bank eine dickere Kapitaldecke, sagte ein Insider am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. „Mit einem mutigen Schritt könnte man das Thema Eigenkapital bis 2020 ein für alle Mal abhaken.“ Auch Investoren sind offen für einen erneuten Kapitalschritt. Kurzfristig sei eine Kapitalerhöhung aber nicht zu erwarten, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen.

In der Spitze der Deutschen Bank geht man davon aus, noch mehr Geld für Rechtsrisiken zurückstellen zu müssen. Denn die Streitigkeiten vor Gericht sind noch längst nicht ausgestanden, so sieht sich der Konzern einer zivilrechtlichen Klage wegen der angeblichen Manipulation des Libor-Zinssatzes ausgesetzt.

Kommentare (3)

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25.04.2014, 09:20 Uhr

ein alter überforderter Fitschen und ein spielsüchtiger Inder an der Spitze einer systemrelevanten Bank.
Wie lange kann das noch gut gehen?

Account gelöscht!

25.04.2014, 13:07 Uhr

Genau wie bei der Commerzbank bezahlen die Aktien-Inhaber der Deutschen Bank über Kapitalerhöhung den "Schuldenschnitt" für Griechenland.

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Wenn man seinem Kind alles bezahlt (Miete, Kreditraten, Strom, Heizung, vollen Kühlschrank) und obendrein Taschengeld gibt und es dann am Monatsende Taschengeld übrig hat - hat es dann "gut gewirtschaftet" ??

Genau das behauptet man von Griechenland. Es hat "Taschengeld" übrig, weil Griechenland nichts ausgeben muss - sondern alles ANDERE bezahlen.

Ist dann nicht eine Überschrift "Griechenland kommt langsam auf die Beine" - TOTAL VERLOGEN ???

Account gelöscht!

25.04.2014, 14:56 Uhr

Die Zeit von Fitschen ist eh vorbei, er klebt nur noch am Stuhl (lame duck) und der Inder ist lediglich ein Zocker; arme Deutsche Bank, bleibt zu hoffen, dass bald fähige Köpfe das Sagen haben.

Das i-Tüpfelchen wäre nur noch, wenn die DB ebenfalls Lottogewinner (analog Merck Finck) aus Profitgier abgezockt hätte; mit Blick auf das gegenwärtige unterirdische Standing der DB wäre der Verdacht nicht ganz aus der Welt gegriffen.

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