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17.10.2011

06:09 Uhr

Akzeptanzkrise

Verbandspräsident benennt Fehler der Bankbranche

Hunderttausende Menschen demonstrieren weltweit gegen die Auswüchse des Finanzmarktes. Der Präsident des Bundesverbandes Andreas Schmitz verteidigt die Branche, zeigt sich aber auch schuldbewusst.

Andreas Schmitz, Präsident des Bundesverbands deutscher Banken. dapd

Andreas Schmitz, Präsident des Bundesverbands deutscher Banken.

Düsseldorf/New York/RomAnlässlich der bundesweiten Proteste gegen die Bankenmacht räumt der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, Andreas Schmitz, Fehler der Branche ein: „Es gibt auch Fehlentwicklungen bei den Banken, die sich zu weit von ihren ursprünglichen Geschäftsfeldern entfernt haben“, sagte Schmitz der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“.

Zugleich warnte er vor einer pauschalen Verurteilung der rund 650.000 Mitarbeiter des deutschen Bankgewerbes: „Die Banken haben die Schuldenkrise der Staaten nicht verursacht“, sagte Schmitz. Die aktuelle Akzeptanzkrise der Banken nannte er „ein großes Problem“.

Die derzeitige Protestbewegung Occupy Wall Street (Besetzt die Wall Street) richtet sich gegen die Macht der Banken. Am Wochenende kam es zu weiteren Proteste in New York und anderen amerikanischen Städten.

Vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt hatten sich am Samstag Demonstranten mit „Guy Fawkes-Masken“ versammelt. Auch in Rom und Lissabon wurde gegen Macht und Auswüchse der Banken demonstriert.

Kommentare (2)

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fragenfrager

17.10.2011, 07:22 Uhr

herr schmitz sie sind ein teil des problems,erklären sie bitte ihre rolle in sachen steuerhinterziehung HSBCTrinkhaus.

darüberhinaus wird ihr hauptgeschaftsführer herr kemmer in bayern wegen untreue und korruption angeklagt.

wie können sie beide bei uns bürgern vertrauen in den
bundesverband deutscher banken schaffen

AlexD

17.10.2011, 11:29 Uhr

@fragenfrager: Das ist Unsinn, da die Steuerhinterziehung nur einen minimalen Beitrag zum Problem der Staatsverschuldung geleistet hat und damit in diesem Zusammenhang völlig irrelevant ist. Die allerhöchsten Schätzungen sehen maximal einen Schaden p.a. von 10 bis 20 Mrd. p.a. durch Steuerhinterziehung, realistischere Annahmen liegen bei 5 bis 10 Mird., während die Neuverschuldung selbst jetzt bei dem doppelten bis dreifachen davon liegt und vor allem die aufgelaufenen Kredite Ds schon bei 2000 bis 3000 Mrd. (je nachdem, was man alles einbezieht - z.B. Städte und Länder sowie natürlich Banken (staatliche Banken wie Landesbanken, KfW etc..), die im Gegensatz zu den Privatbanken im Verband tatsächlich die eigentlichen Problembanken sind, da sie vom Staat politisch missbraucht werden. Schmitz ist eigentlich noch zu nett und vorsichtig - er hätte klarstellen müssen, das die paar Banken, die problematische Investmentgeschäfte machen, das teilweise aus der Notlage tun, bei den heutigen unrealistischen Zinssätzen für die Staatsfinanzierung, zu der sie gezwungen wurden, noch genug Geld für ihre Belegschaft zu verdienen, von denen sie aufgrund weiterer gesetzlicher Regeln und/oder politischem Druck nicht einfach genug entlassen können.

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