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24.12.2012

13:37 Uhr

Allianz-Finanzvorstand Zimmerer

„Generell aufhören, Banken mit Staatsgeldern zu retten“

In einem Interview spricht sich Allianz -Finanzvorstand Maximilian Zimmerer entschieden gegen die staatliche Rettung von Finanzinstituten aus. Kern des Problems sei dabei das Eigenkapital, nicht die Investment-Sparten.

Der Finanzvorstand der Allianz möchte den Steuerzahler bei der Bankenrettung entlasten. dapd

Der Finanzvorstand der Allianz möchte den Steuerzahler bei der Bankenrettung entlasten.

FrankfurtSteuerzahler sollten nach Ansicht von Allianz -Finanzvorstand Maximilian Zimmerer nicht länger für Banken in die Bresche springen. „Man sollte generell damit aufhören, Banken mit Staatsgeldern zu retten“, sagte Zimmerer dem „Tagesspiegel“. „Das ist nicht besonders gesund, und es ist dem Bürger auch schwer zu vermitteln.“

Finanzinstitute sollten laut Zimmerer über soviel Kapital verfügen, dass sie sich selber tragen. „Aber man muss auch überlegen, was nötig ist, um eventuell eine Bank auch mal abzuwickeln.“

Eine Trennung von Investment- und Privatbanken bei Großbanken hält Zimmerer für „nicht zwingend“. Es gebe Synergien zwischen beiden Sparten. Generell brauche eine weltweit verflochtene und auf Export ausgelegte Wirtschaft Banken, die weltweit und breit aufgestellt seien. „Es ist wichtig für die deutsche Volkswirtschaft, dass es starke internationale deutsche Banken gibt.“

Zu den Kosten für den Hurrikan „Sandy“ nannte Zimmerer keine Details. "Ein Großteil der Schäden entfällt auf Versicherungen gegen Betriebsunterbrechnungen, und da warten wir noch auf Zahlen." Der Sturm war Ende Oktober durch acht Bundesstaaten im Nordosten der USA gefegt. Dutzende Menschen starben und die Behörden ordneten Massenevakuierungen an. Schwer getroffen wurden unter anderem die Millionenmetropole New York und der bevölkerungsreiche Bundesstaat New Jersey.

Von

rtr

Kommentare (14)

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Matthes

24.12.2012, 13:59 Uhr

Aber Brüssel rettet doch so gerne!
Und Geld ist ja auch genug Vorhanden! Dank der Deutschen Staatskasse!

petro

24.12.2012, 14:05 Uhr

Und was macht dann die Bevölkerung, wenn es keine Sparkassen mehr gibt. Übrigens null Eigenkapital und nicht fähig den Sicherungsfond des Verbandes zu bedienen, also laut Allianz weg vom Fenster.
Die Verantwortlichen + Aufsichtsrat bluten lassen wie jeden H4 Antragsteller wäre nur gerecht.
Aber eine gerechte Gerechtigkeit gibt es schon lange nicht mehr, ergo Randale und blindes Wutverhalten unausweichlich. Was schafft ihr nur für eine Welt.

Account gelöscht!

24.12.2012, 14:14 Uhr

Ach wäre dem Herrn Zimmerer diese gute Idee doch nur schon vor vier Jahren gekommen. Dann hätte die Allianz ihre Dresdner Bank selbst retten können. So war sie gezwungen, die Fusion von Dresdner mit der Commerzbank zu Ende zu bringen, und den Staat zur Finanzierung des Milliardenspaßes heranzuziehen.

Unserem Lande wäre neben der Beendigung der Bankenrettungen auch geholfen, wenn unsere Manager aufhören würden, soviel zu heucheln. Zur Abwechslung könnten sie sich zu Wort melden, um die finanziellen Lasten all der schönen Dinge zu übernehmen, die sie zum eigenen Vorteil vom Staat erwarten. Wie wäre es z. B. mit einer Garantie, dass die Exportwirtschaft die Kosten der Eurorettung übernimmt?

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