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18.01.2007

09:07 Uhr

Allianz Leben und AGF

Allianz will Töchter komplett übernehmen

Der Versicherungskonzern Allianz will seine beiden Töchter Stuttgarter Allianz Leben und die französische AGF zu 100 Prozent übernehmen. Die Münchener wollen alle noch ausstehenden Anteile aufkaufen. Die Aktionäre der Töchter dürften jubeln.

Die Allianz bietet den Minderheitsaktionären ihrer Töchter viel Geld. Foto: dpa

Die Allianz bietet den Minderheitsaktionären ihrer Töchter viel Geld. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. Die Übernahmepläne teilte die Allianz SE am Donnerstag in München mit. Bei der AGF stehen 42,4 Prozent der Aktien aus, bei der Allianz Leben 9 Prozent. Den Minderheitsaktionären solle ein Kaufangebot gemacht werden. Den Aktionären winkt jeweils eine Prämie auf den Durchschnittskurs der vergangenen sechs Monate von 20 Prozent.

Den Gesamtwert der geplanten Transaktionen bezifferte die Allianz auf 10,5 Mrd. Euro. 7,5 Mrd. Euro sollen in bar fließen, der Rest in Aktien abgegolten werden. Der Betrag werde voraussichtlich durch interne Mittel des Konzerns finanziert, teilte die Allianz weiter mit.

Allianz-Chef Michael Diekmann bezeichnete die Pläne als „nächsten logischen Schritt“ nach der Integration des italienischen Versicherers RAS in die Allianz. „Dies wird uns helfen, eine noch effizientere Plattform zu etablieren, um unsere europäischen Kunden besser zu bedienen und unser operatives Geschäft weiterhin profitabel zu gestalten“, erklärte Diekmann.

Für die noch in Streubesitz befindlichen Anteile an der Allianz Lebensversicherung-AG werde die Allianz über ihre Deutschland-Holding ADAG 750 Euro je Aktie bieten, teilte der Münchener Versicherer weiter mit. Dies entspricht einem Aufschlag von 19,9 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs in den vergangenen sechs Monaten.

Je AGF-Aktie bietet die Allianz 87,5 Euro in bar sowie 0,25 Allianz-Aktien. Dies entspreche einem Wert von 126,43 Euro für eine AGF-Aktie und bedeute eine Prämie von 19,1 Prozent über dem durchschnittlichen AGF-Kurs der vergangenen sechs Monate, hieß es. Der AGF-Verwaltungsrat habe die geplante Übernahme begrüßt und positiv auf die Ankündigung reagiert, sagte eine Allianz-Sprecherin. Das Angebot solle bis Ende Februar bei den Aufsichtsbehörden eingereicht werden.

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