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19.01.2007

13:22 Uhr

Allianz-Übernahmepläne

AGF fügt sich gut ein

VonHolger Alich

Die Spekulation über die Übernahme der ausstehenden Aktien hat seit Monaten den AGF-Kurs getrieben. Mit einem Kursplus von knapp 44 Prozent zählte die Aktie 2006 zu den großen Gewinnern der Pariser Börse. Zum Vergleich: Der Leitindex CAC 40 wies 2006 ein Plus von 15 Prozent aus.

PARIS. Der gebotene Preis von 126,43 Euro je AGF-Aktie erscheint angemessen. Damit zahlt Allianz das 13fache des für 2006 erwarteten Gewinns der AGF. Der Allianz-Konkurrent Axa wird nach Angaben des Datendienstes Starmine mit dem 12,6fachen des Gewinns bewertet, Allianz mit dem rund Zehnfachen.



Auch AGF-Chef Jean-Philippe Thierry zählt zu den Gewinnern des Deals; denn er besitzt ein großes Paket an AGF-Aktien. Seit Anfang vergangenen Jahres hat der Franzose Verantwortung auf höchster Ebene übernommen: Als Mitglied des Allianzvorstands koordiniert er die nachhaltige Entwicklung des Lebensversicherungsgeschäfts im Gesamtkonzern.



Thierry hat die AGF in Top-Form gebracht: Der Halbjahresgewinn erreichte mit einem Plus von 33 Prozent zum ersten Mal die Schwelle von einer Milliarde Euro. Das Umsatzwachstum (plus sechs Prozent) war getragen von den Erfolgen bei der Lebensversicherung.



AGF ist die Nummer acht im französischen Lebensversicherungsmarkt und die Nummer drei im Bereich Schaden/Haftpflicht. Einen signifikanten Ergebnisbeitrag liefert auch die Tochter Euler-Hermes ab, der weltgrößte Kreditversicherer. Dieser gehört zu knapp 71 Prozent der AGF. Allianz will indes nicht die Minderheitsanteile von Euler-Hermes aufkaufen.



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