Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.04.2014

17:40 Uhr

Altlasten

Bank of America stellt sechs Milliarden Dollar zurück

Die Finanzkrise macht sich bei der Bank of America immer noch bemerkbar – hohe Rückstellungen drücken die Bank sogar in die Verlustzone. Bei anderen US-Großbanken dagegen spielen die Altlasten kaum noch eine Rolle.

Bank-of-America-Werbung am New Yorker Times Square: 2013 war noch das beste Jahr seit den Boom-Zeiten vor der Finanzkrise. AFP

Bank-of-America-Werbung am New Yorker Times Square: 2013 war noch das beste Jahr seit den Boom-Zeiten vor der Finanzkrise.

New YorkAltlasten aus der Zeit vor der Finanzkrise kommen die Bank of America immer noch teuer zu stehen. Im ersten Quartal musste sie dafür weitere sechs Milliarden Dollar zurückstellen. Das brachte der Nummer zwei unter den US-Banken zu Jahresbeginn 2014 einen Verlust von 514 Millionen Dollar ein.

„Die Kosten für die Beilegung weiterer Hypotheken-Themen haben den Gewinn in diesem Quartal belastet“, sagte Vorstandschef Brian Moynihan am Mittwoch. Im Vorjahreszeitraum hatte die Bank of America noch 1,11 Milliarden Dollar verdient – am Ende war 2013 für das Geldhaus aus Charlotte im Bundesstaat North Carolina sogar das beste Jahr seit den Boom-Zeiten vor der Finanzkrise.

Analysten hatten trotz der Rechtsstreitigkeiten noch mit einem Quartalsgewinn gerechnet. Die Aktie der Bank of America lag zum Handelsauftakt in New York mit drei Prozent im Minus bei 15,90 Dollar. Die Aufarbeitung der Vergangenheit hat hierzulande auch die Deutsche Bank immer wieder stark belastet. Die Frankfurter haben sich deswegen - wie andere Institute auch - einen „Kulturwandel“ verschrieben.

Europa verliert den Anschluss: Wie Amerikas Banken davonziehen

Europa verliert den Anschluss

Wie Amerikas Banken davonziehen

Die Finanzkrise 2008/2009 ging von den USA aus. Aber ausgerechnet den dortigen Banken geht es heute wieder blendend. Dagegen liegen viele europäische Kreditinstitute weiterhin am Boden.

Die Bank of America war im März gleich zwei der größten Mühlsteine losgeworden, die sie belastet hatten. Allerdings kostete das viel Geld: 9,5 Milliarden Dollar zahlt sie dafür, dass den staatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac fragwürdige Hypotheken-Papiere verkauft wurden, die nach dem Crash am US-Wohnungsmarkt drastisch an Wert verloren. Die Deutsche Bank hatte in dem Fall im Dezember 1,4 Milliarden Euro für einen Vergleich gezahlt. Zudem hatte ein Richter kürzlich grünes Licht für eine 8,5 Milliarden Dollar schwere Einigung der Bank of America mit Investoren wegen fauler Hypotheken-Papiere gegeben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×