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29.01.2011

15:51 Uhr

Amtszeit

Ackermann geht nicht in die Verlängerung

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wird seine Amtszeit nicht erneut verlängern. Entsprechende Spekulationen wies er in einem Interview zurück. In der Branche spekulieren manche über einen Abschied bereits 2012.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann will nicht im Unternehmen bleiben, bis er "vom Stuhl fällt". dpa

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann will nicht im Unternehmen bleiben, bis er "vom Stuhl fällt".

HB FRANKFURT. "Es ist keine Lösung, immer wieder zu verlängern, bis man vom Stuhl fällt", sagte der Vorstandsvorsitzende des größten Geldhauses Deutschlands dem Magazin "Focus" laut einem Vorabbericht vom Samstag.

Ackermanns Vertrag war im Jahr 2009 überraschend bis 2013 verlängert worden, weil das Institut damals keinen Nachfolger gefunden hatte. 2013 wird Ackermann 65 Jahre alt. Mittlerweile werden der Top-Investmentbanker des Hauses, Anshu Jain, und Risikovorstand Hugo Bänziger als Favoriten für die Nachfolge gehandelt.

Jain äußerte sich im "Focus" stolz über die Erfolge der von ihm geleiteten Investmentbank: "Wir haben sie 1995 quasi aus dem Nichts aufgebaut. Welche andere Bank der Welt hat das geschafft?" Das von dem gebürtigen Inder geleitete Kapitalmarktgeschäft steuert den Löwenanteil des Konzerngewinns bei.

In der Branche gibt es Stimmen, die mit einem Abschied Ackermanns bereits 2012 rechnen. Denn für 2011 hat er einen Rekordgewinn von zehn Milliarden Euro versprochen: Wenn er dieses Ziel erreicht habe, könnte für ihn die Gelegenheit zum Abschied ideal sein, heißt es. Ackermann hat das Gewinnziel erst vor wenigen Tagen bekräftigt.

Kommentare (3)

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Bad Homburg(er)

29.01.2011, 17:02 Uhr

bisher hat er überlebt, Alfred Herrhausen hatte weniger Glück - R.i.P.
ist wohl besser, wenn Joe sich rechtzeitig zurück zieht.
ich wünsche noch ein schönes Pensionärsleben mit den abgezockten Millionen. Zumwinkel soll es ja auch wieder blendend gehen, seit er Privatier und Schloßbesitzer ist.

Politikverdruss

30.01.2011, 12:08 Uhr

Er hat die Deutsche bank sehr gut durch die Krisen geführt.

GoGo02

30.01.2011, 12:28 Uhr

"bad Homburg(er)"
Neid muß man sich offensichtlich erarbeiten. Von welchen abgezockten Millionen wird hier gesprochen ?
im Gegensatz zu den zahlreichen (bankrotten) Landesbanken, wo Politiker das Sagen haben, hat "Joe" einen phantastischen Job gemacht. Er hat schon sehr früh deutlich gemacht, dass die Deutsche bank keine Unterstützung vom Steuerzahler braucht. Wenn alle banken in den letzten Jahren das Risikomanagement von Ackermann/Jain gefahren hätten, hätte es keine sogenannte Finanzkrise gegeben. Schade nur, dass sovierl Halbwissen/Viertelwissen im Umlauf ist.

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