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04.01.2005

10:30 Uhr

Analysten erwarten deutlichen Gewinnanstieg

Der Allianz-Konzern erntet erste Früchte seiner Sanierung

VonCaspar Busse (Handelsblatt)

Der Allianz-Konzern, Europas größter Versicherer, steuert im gerade angelaufenen Geschäftsjahr 2005 auf Erholungskurs. Analysten erwarten eine weitere deutliche Verbesserung der Ertragslage. Im Konzern selbst heißt es, der Fokus liege 2005 auf einer weiteren Verzahnung zwischen den Bank- und Versicherungsaktivitäten.

MÜNCHEN. Die Allianz will in den nächsten zwölf Monaten rund 300 000 ihrer Versicherungskunden auch für die Tochter Dresdner Bank gewinnen.

Konzernchef Michael Diekmann, der seit April 2003 an der Spitze der Allianz steht, kann damit die ersten Früchte seiner Sanierungsarbeit ernten. Der 50-Jährige hatte einen strikten Sparkurs eingeschlagen und alle Geschäftsbereiche auf die Verbesserung der Profitabilität eingeschworen. Einige nicht ertragreichen Regionalgesellschaften wurden abgestoßen. Die großen Verlustbringer des Konzerns sanierte er: die französische Tochter AGF, den US-Sachversicherer Fireman’s Fund, das Industriegeschäft AGR und die Dresdner Bank. Die Tochtergesellschaften werden nach Analystenschätzungen 2005 wieder deutliche Gewinne an die Konzernmutter in München abliefern.

Zudem sinkt im Konzern die Combined Ratio, also das Verhältnis von Schäden und Kosten zu Beiträgen, in nahezu allen Bereichen deutlich unter die wichtige Marke von 100 Prozent. Damit wird im klassischen Versicherungsgeschäft Geld verdient. Von Belastungen aus dem verheerenden Seebeben in Südasien blieb der Konzern zudem weitgehend verschont.

Gleichzeitig will Konzernchef Diekmann nun über die Landesgesellschaften hinweg Synergien heben. Mario Greco, Chef der Italien-Tochter RAS und ab April Mitglied des Konzernvorstands, kümmert sich weltweit um den Bereich Lebensversicherungen, Enrico Cucchiani, Chef von Lloyd Adriatico, um Sachversicherungen.

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