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31.01.2012

06:18 Uhr

Analysten-Prognose

Europas Banken erwartet ein mageres Jahr

VonHolger Alich, Anne Grüttner, Peter Köhler, Regina Krieger, Yasmin Osman, Helmut Steuer

Europäische Banken werden in diesem Jahr mit Gewinneinbrüchen leben müssen. Allzu viel sollten Investoren nicht von der Branche erwarten, denn die Schuldenkrise hinterlässt Spuren in den Bilanzen, glauben Analysten.

Europäische Banken erwartet kein leichtes Jahr. dpa

Europäische Banken erwartet kein leichtes Jahr.

DüsseldorfDie US-amerikanischen Banken haben ihre Bilanzen für das abgelaufene Geschäftsjahr bereits auf den Tisch gelegt - jetzt kommen die Europäer. Die Banco Santander macht heute den Anfang. Und bei denen dürften die Ergebnisse bescheidener ausfallen als an der New Yorker Wall Street. Die Finanzkonzerne müssten sich auf eine Phase niedrigerer Erträge einstellen, sagen Analysten. Die Schuldenkrise in Europa hinterlasse Spuren in den Bilanzen.

Auch bei der Deutschen Bank am Donnerstag. Ein letztes Mal von Bankchef Josef Ackermann. Seine Nachfolger Anshu Jain und Jürgen Fitschen werden mit dabei sein. Klar ist, dass Ackermann sein ehrgeiziges Ziel, 2011 einen Vorsteuergewinn von zehn Milliarden Euro einzufahren, nicht erreichen wird. Analysten erwarten im Schnitt rund 6,8 Milliarden Euro.

Vor allem das Investment-Banking dürfte angesichts der Verwerfungen an den Kapitalmärkten schwächer ausfallen. Georg Kanders, Analyst bei der WestLB, erwartet nur einen klitzekleinen Gewinn der ansonsten so erfolgsverwöhnten Sparte. Insbesondere das zweite Halbjahr sei sehr schlecht gewesen, sagt er. Viel besser sieht es dagegen beim Privatkundengeschäft aus. Insgesamt steht die Deutsche Bank deshalb relativ gut da.

Konkurrentin Commerzbank hat im vierten Quartal nach vorläufigen Angaben 1,2 Milliarden Euro verdient. Darin sind aber noch nicht drohende Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen berücksichtigt, die die Bank wohl mindestens 500 Millionen Euro kosten werden.

Trübe sieht es bei den Schweizer Finanzkonzernen aus. Credit Suisse und UBS dürften zuletzt deutlich weniger verdient haben. Bei der UBS rechnen die Experten im Schnitt mit einem Rückgang des Nettogewinns um fast 35 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Franken.

Bei Credit Suisse könnte das Minus ähnlich groß ausfallen. Im vierten Quartal dürfte der stärkere Dollar zum Franken zwar etwas geholfen habe, sagt Andreas Venditti, Analyst bei der Züricher Kantonalbank. Große Sprünge werde das aber nicht auslösen. Schweizer Banken leiden darunter, dass ihre Dollar- und Euro-Erträge bei der Umrechnung in Franken an Wert verlieren.

Kommentare (1)

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31.01.2012, 07:31 Uhr

Haben die die Steuergelder schon wieder verprasst? Werden sie bald um neues Geld vom Steuerzahler bitten, um gewinne an die Aktionäre ausschütten zu können!

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