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21.11.2013

11:03 Uhr

Anforderung der Regulierer

Credit Suisse besinnt sich auf Schweizer Sicherheit

Die Credit Suisse wappnet sich für den Krisenfall. Die Großbank holt ihr Schweizer Geschäft zurück und bündelt es in einer heimischen Tochter. Das Institut dreht damit die Internationalisierung zurück.

Paradeplatz in Zürich: Credit Suisse und UBS werden reginoaler. Reuters

Paradeplatz in Zürich: Credit Suisse und UBS werden reginoaler.

ZürichDie Schweizer Großbank Credit Suisse baut ihre Rechtsstruktur um. Um in einem Krisenfall das systemrelevante Geschäft weiter betreiben zu können, will die zweitgrößte Bank des Landes unter anderem eine Schweizer Tochtergesellschaft gründen. Die wichtigsten Teile des Programms sollen ab Mitte 2015 umgesetzt werden, teilte Credit Suisse am Donnerstag mit.
Das Schweizer Institut folgt damit dem Beispiel der heimischen Konkurrentin UBS. Mit den Plänen wollen die Banken die künftigen regulatorischen Anforderungen erfüllen. Beide Institute werden in der Alpenrepublik als systemrelevant eingestuft. Für sie gelten besondere Kapitalregeln.
Die Anforderungen an die Kapitalausstattung können die Banken herunterschrauben, wenn sie entweder ihr Geschäft schrumpfen oder sicherstellen, dass sie für die Schweizer Wirtschaft relevante Aufgaben auch in einer Krise weiter erfüllen können.
Dazu drehen die Banken die Internationalisierung zurück und werden regionaler. Die Credit Suisse trennt dazu ihr Geschäft in der Schweiz ab und bündelt es in der neuen Tochter. Diese umfasst die Bereiche Vermögensverwaltung, sowie das Geschäft mit Privat-, Firmen- und institutionelle Kunden.

Die zehn größten Banken der Welt

Platz 10

Platz zehn belegt die China Construction Bank, seit dem Jahr 2005 werden an der Hongkonger Börse Aktien der CCB im Wert von mehr als 8 Milliarden Dollar gehandelt.

Bilanzsumme: 2241 Mrd. US-Dollar

Platz 9

Darauf folgt die Bank of America, deren Ursprünge auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurückgehen. Sie ist somit die zweitälteste Bank der USA.

Bilanzsumme: 2258,5 Mrd. US-Dollar

Platz 8

Die JP Morgan Chase & Co. ist, gemessen an der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar, die größte Bank der USA.

Bilanzsumme: 2359,1 Mrd. US-Dollar

Platz 7

Die britische Großbank Barclays wurde 2011 in einer an der ETH Zürich veröffentlichten Studie als einflussreichstes Unternehmen der Weltwirtschaft bezeichnet.

Bilanzsumme: 2420,6 Mrd. US-Dollar

Platz 6

Crédit Agricole mit Sitz in Paris ist auch durch seine Tätigkeit als Sponsor des Radsportteams Crédit Agricole weltweit bekannt.

Bilanzsumme: 2431,4 Mrd. US-Dollar

Platz 5

Die MUFG entstand 2005 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) und UFJ Holdings, Herzstück des Konzerns ist die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Bilanzsumme: 2488,8 Mrd. US-Dollar

Platz 4

BNP Paribas entstand 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Zusammen mit der Société Générale und dem Crédit Lyonnais gehört sie zu den drei alten Geschäftsbanken Frankreichs.

Bilanzsumme: 2517,1 Mrd. US-Dollar

Platz 3

Die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist das nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands und unterhält bedeutende Niederlassungen in London, New York City, Singapur und Sydney.

Bilanzsumme: 2655,7 Mrd. US-Dollar

Platz 2

Zweiter ist die Bank HSBC, die ihren Sitz in London hat und somit die größte Bank Europas ist.

Bilanzsumme: 2692,5 Mrd. US-Dollar

Platz 1

Die ICBC ist, gemessen an der Bilanzsumme, nicht nur die größte Bank der VR China, sondern auch die größte Bank der Welt.

Bilanzsumme: 2813,5 Mrd. US-Dollar

Auch die Finanzdienstleistungen für andere Länder führt die Credit Suisse künftig über Regionaltöchter. So bündelt die Schweizer Großbank in London ihr europäisches Investmentbanking. Auch in den USA wird eine Tochter gegründet. Diese übernimmt neben dem US-Geschäft auch den US-Derivatehandel, den die Bank bislang über London abwickelte.
Neben der genannten Anpassung an die künftigen Vorschriften soll durch die Umstrukturierung „die Komplexität der Infrastruktur für das operative Geschäft der Bank deutlich reduziert und damit die Effizienz gesteigert werden“, hieß es in einer Mitteilung der Bank.
Das Programm sei vom Verwaltungsrat genehmigt worden, brauche aber noch die Zustimmung der Schweizer Finanzmarktaufsicht sowie der Behörden der jeweiligen Länder.

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