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13.01.2006

10:40 Uhr

Angeblich Kompromiss gefunden

Bilanzmanipulation kostet AIG wohl Milliarde

Mehr als eine Milliarde Dollar soll der US-Versicherungskonzern American International Group (AIG) einem Zeitungsbericht zufolge für die Beilegung eines Rechtsstreits über falsche Bilanzen zahlen.

HB NEW YORK. Wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Kreise schreibt, soll in zwei bis drei Wochen ein entsprechender Kompromiss, an dem auch die Börsenaufsicht SEC beteiligt sei, gefunden werden. Dadurch würde ein Verfahren beendet, das im Mai vom Büro des New Yorker Generalstaatsanwaltschaft und der staatlichen Aufsicht für das Versicherungswesen gegen die AIG wegen Bilanzmanipulation eingeleitet worden war. Der Rechtsstreit mit dem früheren AIG-Chef Maurice „Hank“ Greenberg soll von der Einigung allerdings nicht berührt sein und weiter im Raum stehen. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer und die Versicherungsaufsicht hatten im vergangenen Jahr Klage gegen AIG und Greenberg wegen Falschbilanzierung erhoben.

Die AIG werde zur Klärung des Falls weiter kooperieren, zitiert die Zeitung einen Unternehmenssprecher. Details nannte er nicht. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte dem WSJ, die Verhandlungen liefen, es gebe aber noch keine Übereinkunft. Die SEC und die Versicherungsaufsicht wollten sich nicht dazu äußern. Nach Informationen des WSJ wird der Kompromiss erst bekannt gegeben, wenn er von der SEC überprüft wurde. Dies dürfte bis Ende Januar dauern. Unklar sei noch, wieviel von der vereinbarten Summe dann als Geldbuße, Entschädigung und in anderen Formen gezahlt werden soll.

In der Untersuchung geht es um den Vorwurf, AIG habe durch nicht zulässige Bilanzbuchungen die Ergebnisse geschönt. Der Versicherungskonzern hatte darauf die Vorlage von Geschäftszahlen dreimal verschoben und musste für fünf Jahre die Ergebnisse neu ausweisen.

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