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20.01.2005

22:31 Uhr

Angeblich wurde auf unterer Ebene über Angebote verhandelt

Deutsche-Börse-Chef zu Gesprächen in London

Im Kampf um die Übernahme der Londoner Börse (LSE) wird der Chef der Deutsche Börse, Werner Seifert, Kreisen zufolge möglicherweise schon am Freitag mit Spitzenmanagern des LSE zu neuen Gespräche zusammentreffen.

HB LONDON. Damit würden die Verhandlungen über einen Zusammenschluss der Aktienmärkte wieder auf der Top-Ebene geführt, hieß es am Donnerstag in mit der Situation vertrauten Kreisen in London. Anfang der Woche habe schon der Chef der um die Übernahme der LSE konkurrierenden Vierländerbörse Euronext, Jean-Francois Theodore, mit den Londoner Börsenmanagern gesprochen.

Seifert hält sich am Donnerstagabend zum Jahresempfang der Deutsche Börse in London auf. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen auf Ebene des Top-Managements bedeute aber nicht, dass in den Verhandlungen ein wesentlicher Punkt erreicht worden sei, hieß es. Deutsche Börse, LSE und Euronext lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Den Kreisen zufolge ist in den vergangenen zwei Wochen auf einer unteren Management-Ebene über die rivalisierenden Angebote verhandelt worden. Dabei sei es um operative Themen, wie den Zusammenschluss der Systeme gegangen. „Wir werden uns so viel Zeit lassen, wie wir brauchen. Es ist unser Ziel, es richtig und gut zu machen“, hieß es in den Kreisen.

Am 10. Januar war aus der Deutsche Börse nahe stehenden Kreisen verlautet, um das Ganze zu beschleunigen, wollten die Frankfurter der britische Wettbewerbsbehörde OFT ihre Übernahmepläne anzeigen. Die Behörde erklärte jedoch am Donnerstag, ihr liege bislang kein Antrag vor.

LSE-Nutzer sollen Abrechnungsanbieter wählen können

Die Nutzer der Londoner Börse werden nach den Worten des Deutsche Börse-Chefs Werner Seifert langfristig die Wahl zwischen den Abrechnungsanbietern (Clearing und Settlement) haben, sofern die Frankfurter die LSE übernähmen.

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