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30.01.2011

12:41 Uhr

Angebot

China greift nach der WestLB

Die WestLB dürfte nur noch in Teilen eine Zukunft haben. Dabei spuielt wohl auch China eine Rolle. Ein staatliches Finanzinstitut ist einer von vier finalen Bietern für Anteile an der Landesbank.

Wird in Einzelteile zerlegt: die WestLB in Düsseldorf. dpa

Wird in Einzelteile zerlegt: die WestLB in Düsseldorf.

HB HONGKONG. Die staatliche China Development Bank zählt zu den vier finalen Bietern, die einen großen Anteil an der WestLB erwerben wollen. Die Transaktion könnte einen Wert von rund 13 Milliarden Dollar haben, berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Sonntag. Zu den anderen Bietern zählten die Finanzinvestoren Blackstone, Apollo und J. C. Flowers, schreibt das Blatt und sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die chinesische Bank habe bereits in die Bücher der angeschlagenen WestLB blicken dürfen.

Bis zum 11. Februar müssen die Bieter konkrete Angebote vorlegen.

Zuletzt hatte es aus Finanzkreisen geheißen, dass die WestLB auf eine Aufspaltung zusteuere. Einem Komplett-Verkauf der Bank an einen Investor würden kaum noch Chancen eingeräumt. Bis spätestens 15. Februar muss der EU-Kommission in Brüssel ein neuer Umbauplan vorliegen, bis zum Jahresende müssen neue Eigner gefunden werden. Die EU-Kommission hat den WestLB-Eignern die Pistole auf die Brust gesetzt, nachdem das Überleben des Instituts immer wieder mit öffentlichen Mitteln gesichert werden musste.

Unterdessen sind das Land Nordrhein-Westfalen und die Sparkassen bei ihrem jüngsten Treffen im Lenkungsausschuss über die Frage in Streit geraten, wie die künftigen Lasten der WestLB verteilt werden sollen. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Auf einen beschlussfähigen Umbauplan für die WestLB, wie ihn die EU ultimativ bis zum 15. Februar fordert, konnte sich das Gremium dem Bericht zufolge noch immer nicht einigen.

Christian Weisbrich, finanzpolitischer Sprecher der CDU im NRW-Landtag, sagte der Zeitung: „Die Sparkassen wollen die Lasten weitgehend auf das Land und damit auf die Steuerzahler abwälzen.“ Dies lehne er ab, so Weisbrich: „Eigentum verpflichtet. Das gilt auch für Sparkassen.“

Kommentare (3)

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Walter

30.01.2011, 19:08 Uhr

ich würde vor Stolz an dem in Deutschland geschaffenen lieber Jahrelang mit 1% Rendite leben wollen,

meinen Garten wie nach dem 2. Weltkrieg mit Gemüse in der heutigen Freiheit selbst anbauen wollen,

als nur einen Finger den Chinesen oder Ölscheichs oder geldgierigen Finanzinvestoren zum melken zu geben,

investoren, die kein mit Deutschland vergleichbares christlich-abendländisches Werteprofil haben.

Seid ihr alle vor Wohlstand bLiND geworden!

Den Chinesen gehört das Englische Hochspannungsnetz, bloß weil wegen notwendiger investitionen mittelfristig kein hoher Gewinn zu erwarten ist. Die Gier nach Geld wird viele nachhaltig zu Grunde richten.

ich vermisse nachhaltiges Denken und HANDELN in strategisch wichtigen Fragen für unsere Kinder.

Kinder der Generation X und Y sollen mal von anderen "unberechenbaren Systemen" gemolken werden?

Der Fehler ist doch hier im System, beim Staat, in den Vorständen, der Leitkultur im Umgang mit Geld, Gewinn und Schulden.

Wer will mal, wie im Mittelalter Leibeigener von ein paar ausländischen Fürsten werden?

Wer übernimmt die Verantwortung für das was hier passiert? Wem ist die Zukunft der geschaffenen Kultur wichtiger?

Thomas Melber, Stuttgart

30.01.2011, 20:18 Uhr

Chinas Griff wird ein Griff ins Klo.

Blinse

30.01.2011, 21:38 Uhr

@Thomas Melber

Stimmt! Aber nicht weitersagen!!!!

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