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15.01.2010

07:00 Uhr

Angebot

Goldman-Sachs legt im Wettbieten um Vattenfall-Stromnetz nach

Die Bietergruppe um die US-Investmentbank Goldman Sachs gibt im Rennen um das deutsche Stromnetz des Versorgers Vattenfall noch nicht auf.

hgn/HB FRANKFURT. Das Finanzkonsortium habe sein Angebot für die Fernleitungsnetze deutlich auf rund 800 Millionen Euro aufgestockt, bestätigten Finanzkreise eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. Die restlichen Konditionen seien weitgehend unverändert. So sichere das Konsortium in den nächsten Jahren weiterhin Investitionen von rund drei Milliarden Euro in die Fernleitungen zu, auf die Vattenfall als Stromproduzent weiter angewiesen ist.

Netzbetreiber Elia will offenbar weniger zahlen

Ende vergangenen Jahres stand der schwedische Versorger bereits dicht vor einem Vertrag mit der Gruppe, der neben Goldman Sachs die Deutsche-Bank-Fonds Rreef und Allianz-Fonds angehören. Diese wollte damals aber nur etwas über 500 Millionen Euro für das Stromnetz zahlen. Das Geschäft platzte, nachdem der Konkurrent Eon sein kaum größeres Netz für über eine Milliarde Euro an den niederländischen Netzbetreiber Tennet verkauft hatte.

Vattenfall sprach zuletzt Finanzkreisen zufolge bevorzugt mit dem belgischen Netzbetreiber Elia – eine Vereinbarung bis Ende März galt als möglich. Die Belgier, die ein Interesse bestätigt haben, wollen den Kreisen zufolge aber nur gut 650 Millionen Euro zahlen.

„Die Nachbesserung des Konsortiums macht das Rennen wieder spannend“, sagte ein Insider. Vattenfall habe mit dem Neustart des Verkaufsprozesses für die rund 10 000 Kilometer langen Stromautobahnen Ende 2009 nun – wie erhofft – höhere Angebote bekommen. Vattenfall und die Bieter äußerten sich nicht dazu.

„Weitere Nachbesserung wird es nicht geben“, sagte einer der Beteiligten. „Innerhalb der Bietergruppe ist der Frust über den gesamten Prozess ohnehin langsam sehr groß“, sagte einer der Beteiligten. Der Verkauf zieht sich seit nunmehr rund anderthalb Jahren hin, auch weil die Finanzkrise viele Interessenten ausgebremst hat.

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