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05.02.2014

18:56 Uhr

Anglo Irish Bank

Prozess gegen führende Banker hat begonnen

Sie sollen den irischen Steuerzahler bis zu 30 Milliarden Euro gekostet haben: Seit Mittwoch stehen drei Spitzenmanager der Pleitebank Anglo Irish vor Gericht. Sie gelten als Schlüsselfigur der irischen Bankenkrise.

Die Anglo Irish Bank in Dublin: Die Rettung dieser und anderer irischer Banken zwang Irland 2010 dazu, internationale Notkredite in Höhe von 67,5 Milliarden Euro aufzunehmen. Reuters

Die Anglo Irish Bank in Dublin: Die Rettung dieser und anderer irischer Banken zwang Irland 2010 dazu, internationale Notkredite in Höhe von 67,5 Milliarden Euro aufzunehmen.

DublinDrei Spitzenmanager der irischen Pleitebank Anglo Irish, die den irischen Steuerzahler rund 30 Milliarden Euro gekostet hat, stehen seit Mittwoch in Dublin vor Gericht. Die Rettung dieser und anderer irischer Banken zwang Irland 2010 dazu, internationale Notkredite in Höhe von 67,5 Milliarden Euro aufzunehmen.

Die Angeklagten gelten als Schlüsselfiguren der irischen Bankenkrise. Beobachter gehen davon aus, dass der Prozess in der irischen Hauptstadt rund sechs Monate dauern wird.

Chronologie der Krise - das Jahr 2010

1.Februar

Erster EU-Sondergipfel zu Griechenland.

23. April

Griechenland bittet EU und IWF um Finanzhilfe.

27. April

S&P stuft Griechenland als erste Ratingagentur auf Ramsch-Niveau herab.

9. Mai

EU einigt sich auf EFSF-Rettungsfonds mit 750 Mrd. Euro.

24. Juli

In den USA gingen seit Jahresbeginn mehr als 100 Banken pleite.

28. November

EU beschließt Notkredite über 85 Mrd. Euro für Irland.

16. Dezember

EU einigt sich auf dauerhaften Krisenmechanismus für hoch verschuldete Euro-Staaten.

Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Sean Fitzpatrick sowie die beiden Finanzdirektoren Pat Whelan und William McAteer müssen sich vor Gericht verantworten. Sie sollen im Jahr 2008 insgesamt 16 Personen zum Kauf von Aktien der Bank angestachelt haben, um den Aktienpreis in die Höhe zu treiben. Damit sollte die desolate finanzielle Situation des Instituts kurz vor dessen Kollaps vertuscht werden. Insgesamt sollen die Angeklagten dafür den 16 Käufern 450 Millionen Euro an Krediten bereitgestellt haben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

06.02.2014, 09:41 Uhr

Laut Fitzpatricks Verteidigung wurde der Insiderhandel zum "Aktienrückkauf" bei der Anglo Irish Bank mit illegalen Krediten von der Finanzmarktaufsicht in Irland und Großbritannien im Vorfeld abgesegnet. Es wird wohl ein spannender Prozess werden ich hoffe dass das Handelsblatt hier am Ball bleibt.

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