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06.05.2016

11:49 Uhr

Anleihengeschäft

Goldman Sachs streicht mehr Jobs

Stellenstreichungen sind bei der US-Investmentbank Goldman Sachs nichts Ungewöhnliches. Doch in diesem Jahr fallen sie größer als üblich aus. Sind die Zeiten der großen Profite für die Banken vorbei?

Die Krise der Banken macht auch Goldman Sachs zu schaffen. Reuters

Goldman Sachs in New York

Die Krise der Banken macht auch Goldman Sachs zu schaffen.

New YorkGoldman Sachs streicht nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg weitere Arbeitsplätze im Wertpapierbereich. Demnach wird der Stellenabbau im Bereich festverzinsliche Wertpapiere (Fixed Income) in diesem Jahr auf rund zehn Prozent der Beschäftigten ausgeweitet.

Die Entlassungen in New York und London in dieser Woche erfolgten zusätzlich zu den Streichungen, die bis vergangenen Monat schon etwa acht Prozent der Beschäftigten in dem Bereich erfasst hatten, hieß es von den Personen weiter. Zudem sollen auch Mitarbeiter im Aktienbereich betroffen sein.

Stellenstreichungen sind bei Goldman Sachs nichts ungewöhnliches: Normalerweise kürzt die Bank im Wertpapierbereich Bereich fünf Prozent pro Jahr, stellt aber die gleiche Prozentzahl wieder ein. Dieses Jahr hatten sie schon beschlossen, anstelle der fünf Prozent dieses Mal acht Prozent zu entlassen aber parallel dazu aber nur fünf Prozent wieder zu besetzen.

Die größten US-Banken (nach Bilanzsumme)

Platz 10

State Street

227 Milliarden Euro


Stand: Anfang November 2015. Quelle: Bloomberg, EU-Kommission

Platz 9

PNC Financial

285 Milliarden Euro

Platz 8

BoNY Mellon

318 Milliarden Euro

Platz 7

US Bancorp

333 Milliarden Euro

Platz 6

Morgan Stanley

662 Milliarden Euro

Platz 5

Goldman Sachs

708 Milliarden Euro

Platz 4

Wells Fargo

1394 Milliarden Euro

Platz 3

Citigroup

1523 Milliarden Euro

Platz 2

Bank of America

1739 Milliarden Euro

Platz 1

JP Morgan

2127 Milliarden Euro

Die Zeitung Wall Street Journal hatte bereits am Donnerstag über den verstärkten Stellenabbau berichtet. Michael DuVally, ein Sprecher der Bank, lehnte eine Stellungnahe zu der Ausweitung ab.

CEO Lloyd Blankfein unterzieht die Investmentbank den stärksten Kostensenkungen seit Jahren, angesichts sinkender Erträge im Handel und bei der Fusionsberatung, wie es im vergangenen Monat hieß. Das gesamte Handelsergebnis im ersten Quartal 2016 ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37 Prozent auf 3,44 Milliarden Dollar gefallen. Der Gewinn beim Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen fiel sogar um 47 Prozent. Die Aktie gab in diesem Jahr um elf Prozent nach.

Blankfein hat lange versucht, größere Einschnitte im Anleihenhandel zu vermeiden, ein Geschäft, das in früheren Zeiten vor der Finanzkrise großen Profit gebracht hat. Denn der CEO versuchte Rivalen wie Morgan Stanley Marktanteile abzunehmen.

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Der Platzhirsch unter den Investmentbanken gibt sich volksnah. Nach der Übernahme eines Konkurrenten gibt es Goldman Sachs für jedermann: Anlegen bei den Goldmännern ab einem Dollar.

Die US-Bank hat in den letzten Jahren versucht, möglichst wenig von sich reden zu machen. Zaghaft versucht die Bank inzwischen, sich etwas näher dem Modell einer traditionellen Bank zu nähern und so direkter für einzelne Kunden zu arbeiten statt als Dienstleister für die eigene Branche aufzutreten. Vor kurzem gab Goldman sogar den Einstieg ins Einlagengeschäft mit Kleinkunden bekannt.

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