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17.01.2005

17:35 Uhr

Anteile der bisherigen Partner sinken

Metallrente holt weitere Versicherer ins Boot

Das Altersvorsorgewerk Metallrente holt nach Branchenangaben weitere Versicherer in sein Konsortium. Ziel ist es offenbar, die bisher hinter den Erwartungen zurückbleibenden Verkaufserfolge zu steigern. Zudem muss die Metallrente an Änderungen im Altersvermögensgesetz angepasst werden.

HB HAMBURG/DÜSSELDORF. Das Versorgungswerk zog eine ursprünglich für nächste Woche geplante Pressekonferenz auf Dienstag vor, machte darüber hinaus aber keine Angaben.

Die Versicherer R+V, Swiss Life und Volksfürsorge würden neu in das Konsortium aufgenommen, sagte ein Sprecher der Victoria am Montag in Düsseldorf. Damit werde der bisherige Anteil der zur Münchener Rück gehörenden Victoria in dem Konsortium sinken. „Wir werden wohl etwas von unserem Kuchen abgeben müssen. Wir wollen aber einer der starken Partner innerhalb des Konsortiums bleiben.“

Auch ein Sprecher des Baufinanzierers BHW sagte, der Anteil seines Unternehmens werde sinken. Die Metallrente stelle ihr gesamtes System um und hole „mindestens zwei oder drei“ weitere Versicherer ins Boot. Weder die Metallrente selbst noch die anderen Unternehmen wollten Stellung nehmen.

In einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ hieß es, die Metallrente sei offenbar unzufrieden mit den Verkaufserfolgen der bisher an dem Konsortium beteiligten Versicherer. Der Victoria-Sprecher betonte allerdings, durch die Erweiterung des Konsortiums wolle die Metallrente wohl auch „die hohen Anschubinvestitionen, die es von allen gab, auf breitere Schultern verteilen und dadurch auch mehr Geschäft generieren.“

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall lehnte einen Kommentar unter Hinweis auf die von der Metallrente geplante Pressekonferenz ab. Für die Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche hatten IG Metall und Gesamtmetall 2002 ein eigenes Versorgungswerk unter dem Namen Metallrente geschaffen, das mit der Allianz AG als Konsortialführerin die private Altersvorsorge organisiert. Die Metallrente bietet verschiedene Formen der betrieblichen Altersvorsorge an.

Seit Anfang 2002 unterstützt der Staat zwei Formen der Altersvorsorge: Bei den privaten Vorsorgeverträgen, benannt nach dem früheren Bundesarbeitsminister Walter Riester, profitiert der Sparer vor allem von den Zulagen. Bei der zweiten Variante, der betrieblichen Förderung, wird der Sparer vor allem mit Steuervorteilen und geringeren Sozialabgaben belohnt. Arbeitnehmer können bis zu vier Prozent der für die Rentenversicherung geltenden Beitragsbemessungsgrenze sparen, ohne dass für diesen Teil des Entgelts Sozialbeiträge, Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer fällig werden.

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