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20.07.2012

19:09 Uhr

Asiatische CLSA

Credit Agricole verkauft Investmentbank

Die asiatische Investmentsparte der Credit Agricole geht an das chinesische Institut Citic Securities. Bis Mitte kommenden Jahres soll der Kauf abgeschlossen sein.

Das Logo der „Credit Agricole“ in Paris. AFP

Das Logo der „Credit Agricole“ in Paris.

Shanghai/HongkongDie chinesische Citic Securities kauft von der französischen Credit Agricole die asiatische Investmentbank CLSA. Das in Peking ansässige Institut erwirbt zunächst für 310 Millionen Euro ein Fünftel an CLSA, wie die Unternehmen am Freitag mitteilten. Zudem habe Citic die Option, die restlichen Anteile für etwa 911 Millionen Euro zu übernehmen. Dieser zweite Schritt soll bis Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Credit Agricole ist eine der größten französischen Banken und leidet besonders unter der Schuldenkrise in Europa. Das Institut hat angekündigt, unter anderem im Investmentbanking Stellen zu streichen und will sich wieder auf dem heimischen Markt konzentrieren. CLSA ist in Hongkong beheimatet und beschäftigt nach eigenen Angaben 1500 Mitarbeiter in der Region.

Citic wollte ursprünglich einen Anteil von 19,9 Prozent sowohl an CLSA als auch an der Schwestersparte Cheuvreux kaufen. Inzwischen ist nur noch von CLSA die Rede. Citic ist eine der größten Investmentbanken in China und erwog während der Finanzkrise ein Engagement beim US-Investmenthaus Bear Stearns. Der Plan wurde schließlich verworfen. Bear Stearns ging an JP Morgan Chase.

Chinesische Investmentbanken wie Citic, China International Capital oder Haitong Securities verstärken im Moment ihr Auslandsengagement, weil das Wachstum in der Volksrepublik nachlässt. Wegen Chinas wachsendem Einfluss in der Welt winken den Instituten zudem neue Geschäfte.

Von

rtr

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