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28.01.2006

16:18 Uhr

"Asoziale Personalpolitik"

Verdi kündigt Banken harte Tarifrunde an

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will in der Finanzbranche offenbar eine überdurchschnittliche Anhebung der Löhne und Gehälter durchsetzen.

HB BERLIN. Vorstandsmitglied Uwe Foullong sagte dem Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“: „Es gibt keinen Grund für Zurückhaltung, das werden die Bilanzen der Banken in den kommenden Wochen zeigen.“ Die Banken hätten ein gutes bis sehr gutes Geschäftsjahr hinter sich, „und wir brauchen deutliche Gehaltssteigerungen gegen die lahme Binnennachfrage“. Verdi will Anfang April über die Höhe der Forderung entscheiden.

Foullong verlangte ferner einen besseren Schutz der Arbeitnehmer vor Arbeitsplatzabbau. Er wies darauf hin, dass in den letzten fünf Jahren mehr als 70 000 Stellen in deutschen Banken und Sparkassen verloren gegangen seien. Ver.di wolle sich künftig für „ein gesetzliches Verbot betriebsbedingter Kündigungen in profitablen Betrieben einsetzen“. Vor allem kritisierte der Gewerkschafter die „asoziale Personalpolitik der Deutschen Bank“. Auch deren Vorstand habe sich auf der Grundlage des Grundgesetzes zu bewegen, nach dessen Wortlaut Eigentum verpflichtet. „Dadurch sind Entlassungen untersagt, wenn Gewinne gemacht werden“, sagte Foullong.

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