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04.04.2006

11:53 Uhr

Auch nach Verkauf

GMAC bleibt auf Schrott-Ranking sitzen

Die Finanztochter des Autobauers General Motors, GMAC, kommt auch nach dem Verkauf an eine Private-Equity-Gruppe unter Führung von Cerberus nicht von ihrem schlechten Kredit-Rating weg.

HB DETROIT. Zwei Ratingagenturen teilten am Montag mit, dass sie ihr „Junk-Rating“ beibehalten werden. Bei Moody's Investors Service hieß es, bestmöglich sei eine Bestätigung des „Ba1“-Ratings für GMAC. Wahrscheinlicher sei allerdings eine Rückstufung auf „Ba2“. Standard & Poor's (S&P) will das Langfristrating auf „BB+“ anheben, sofern die Transaktion wie angekündigt abgeschlossen wird. „BB+“ ist bei S&P das höchste Rating im spekulativen Bereich. Derzeit liegt das S&P-Rating für GMAC bei „BB“.

Einzig Fitch Ratings reagierte etwas positiver auf die Ankündigung des Verkaufs. Die Agentur setzte das Rating auf die Beobachtungsliste für eine mögliche Hochstufung. Derzeit liegt das Rating bei „BB“ und damit knapp im Schrottbereich.

Bei GMAC war gehofft worden, nach Abschluss der Transaktion ein Investmentgrade-Rating zu bekommen, um sich billiger refinanzieren zu können. Nicht zuletzt aus diesem Grund hatte der Mutterkonzern GM am Vortag den Verkauf von 51 Prozent seiner Finanzierungstochter angekündigt. Zweiter wichtiger Grund war der Kaufpreis von insgesamt 14 Mrd. Dollar (11,7 Mrd. Euro). GM ist auf das Geld angewiesen, hat das Unternehmen im abgelaufenen Jahr doch einen Verlust von 10,6 Mrd. Dollar eingefahren. Die schlechte wirtschaftliche Situation führte auch zum schlechten Rating für die Tochter GMAC.

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