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08.04.2013

09:56 Uhr

Auf Eis gelegt

Vorerst keine Fusion griechischer Großbanken

Der Wunsch der „Troika” ist erfüllt worden: Eine Fusion zweier griechischer Großbanken findet zunächst nicht statt. Die Banken erwischt die Nachricht mitten in den Vorbereitungen für die Fusion.

Die griechische Eurobank bleibt zunächst eigenständig. dpa

Die griechische Eurobank bleibt zunächst eigenständig.

AthenDie geplante Fusion der beiden griechischen Großbanken National Bank und Eurobank ist ausgesetzt. Die Eurobank teilte am Montag mit, die Institute sollten jeweils für sich rekapitalisiert werden. Das Direktorium der Eurobank werde sich am Dienstag treffen, um über Wege hin zu einer besseren Kapitalausstattung zu entscheiden.

Abschließende Entscheidungen über eine Fusion würden von den künftigen Aktionären der Banken getroffen, namentlich dem Finanzstabilitätsfonds HFSF. Die Ankündigung schickte die Aktien der Institute auf Talfahrt: Sie brachen kurz nach Handelsbeginn um jeweils 30 Prozent ein aus Angst vor einer Verstaatlichung der Banken.

Die Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds hatte Griechenland einem Zeitungsbericht zufolge Ende März aufgefordert, die geplante Fusion zu stoppen und die Banken besser einzeln zu rekapitalisieren.

Die Troika meldete demnach Bedenken wegen der Größe der neuen Bank an. Diese hätte Einlagen über rund 170 Milliarden Euro - fast die jährliche Wirtschaftskraft Griechenlands. Die beiden Banken benötigen rund 15 Milliarden Euro an frischem Kapital.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Michael

08.04.2013, 09:16 Uhr

War da nicht etwas von wegen Problemen, wobei auf 10-5Mrd€ nun kein Zugriff mehr möglich ist - gerade weil die Fusion nicht stattfinden darf -, diese aber dringend gebraucht werden, damit es überhaupt weiter geht? Sprich: hier wird sich wieder Geld geliehen werden müssen?

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