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08.02.2005

08:30 Uhr

Auf Emittenten-Seite herrscht zu dem Thema noch Schweigen

Euronext will Mittwoch für LSE bieten

Im Bieterwettkampf um die Londoner Börse (LSE) will die Vierländerbörse Euronext in den nächsten Tagen ein Konkurrenzangebot zur Offerte der Deutschen Börse vorlegen. Das meldet die französische Wirtschaftszeitung „Les Echos“ unter Berufung auf Unternehmensnahe Kreise.

ali PARIS. Euronext wollte dazu keine Stellung nehmen. Dem Bericht zufolge dürfte diese erste Angebotsindikation noch keine Details über den Preis enthalten, sondern lediglich Angaben über mögliche Synergie-Quellen auflisten. Damit könnte Euronext versuchen, die Debatte auf die inhaltlichen Punkte einer solchen Fusion zu lenken und die monetären Fragen zunächst bei Seite zu lassen. Analysten sprechen Euronext zu, größere Synergien durch eine Fusion mit der LSE erzielen zu können; dagegen gilt die Deutsche Börse als finanziell potenter.

Nach wie vor halten sich die Akteure am Finanzplatz Paris sehr zurück mit Kommentaren über ein mögliches Zusammengehen von Euronext und LSE. Pierre Simon, der Präsident der Pariser Industrie- und Handelskammer sprach sich öffentlich dafür aus, Euronext in dem Bieterkampf zu unterstützten. Dagegen zeigte sich der Ehrenpräsident der Großbank Société Générale, Marc Viénot, besorgt: Es bestehe Gefahr, dass einer der beiden Bieter zu viel für die Londoner Börse bezahlt und geschwächt aus dem Übernahmekampf hervorgeht, sagte er.

Auf Emittenten-Seite herrscht zu dem Thema noch Schweigen: Bei der europäischen Emittenten-Vereinigung EALIC hieß es, der Verband arbeite an einer Stellungnahme. Derweil kursieren in Paris Gerüchte, französische Großunternehmen würden Aktien von Euronext erwerben, um das Management in der Übernahmeschlacht zu unterstützen. Denn mittlerweile halten angelsächsische Investoren wie Fonds die Mehrheit an dem Börsenbetreiber. Gestern verteuerten sich Euronext-Aktien, nachdem sie in den vergangenen fünf Tagen nachgegeben hatte.

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