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04.01.2007

08:48 Uhr

Aufschwung nach vier Krisenjahren

Chinas Broker verdienen prächtig

VonAndreas Hoffbauer

Chinas Broker profitieren nach den Krisenjahren vom neuen Börsenboom. Da sich der Umsatz an den chinesischen Festlandbörsen dieses Jahr verdreifacht hat, werden die Händler für 2006 rund 3 Milliarden Euro an Gebühren einstreichen. Nach einem Zeitungsbericht entfällt davon rund die Hälfte auf Börsengänge, an denen insgesamt 67 Broker beteiligt waren.

PEKING. Insgesamt gibt es in China momentan 105 Brokerfirmen. Experten halten diese Zahl jedoch noch immer für deutlich zu hoch, obwohl die Aufsicht bereits etliche geschlossen oder fusioniert hat. „Ein Dutzend würde eigentlich völlig ausreichen“, so ein Banker aus Schanghai.

Die Händler haben in den vergangenen Jahren nicht gerade zum positiven Bild an den chinesischen Börsen beigetragen, da immer wieder von verschwundenen Kundengeldern und Insiderhandel berichtet wurde. Entsprechend wird das Eingreifen der Aufsichtsbehörde als wichtiger Schritt gesehen, Chinas Finanzmärkte weiter grundlegend voranzubringen. Nachdem die Brokerbranche wegen der dümpelnden Börsen vier Jahre lang Verluste eingefahren hatte, winken nun 2006 wieder Gewinne. Größter Broker in China ist Guotai Junan (Umsatz rund 1,3 Mrd. Euro), gefolgt von Galaxy Securities (1,2 Mrd Euro). Die 10 Top-Händler Chinas decken zusammen rund 40 Prozent des Marktes ab.

Die Aussichten für die Broker bleiben gut. Vor allem ausländische Investoren entdecken China-Aktien und bringen immer neues Kapital. Aber auch chinesische Anleger kommen ins Aktien-Fieber. Bei der großen Nachfrage ist ein Ende des Kurshöhenfluges an den Festlandbörsen kaum in Sicht, meinen die Experten. Dabei gebe es durchaus Gefahren. Doch in Schanghai stören Warnungen die Anleger kaum. „Asiaten haben einen größeren Appetit auf Risiko als Anleger in anderen Teilen der Welt“, heißt es dazu in einer Studie der Boston Consulting Group.

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