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23.08.2011

17:07 Uhr

Aufsichtsbehörde

Gewinne von US-Banken werden kaum steigen

Die US-Einlagensicherung FDIC rechnet nicht mit einer Fortsetzung der guten Gewinnzahlen bei amerikanischen Banken. Um die Kapitalausstattung der Institute müsse man sich aber keine Sorgen machen, so die Behörde.

Martin Gruenberg, Chef der US-Einlagensicherung FDIC. Reuters

Martin Gruenberg, Chef der US-Einlagensicherung FDIC.

WashingtonDer jüngste Aufwärtstrend bei den Gewinnen der US-Banken wird sich nach Einschätzung der Aufsichtsbehörde FDIC nicht halten lassen. Die Unternehmen der Branche hätten im zweiten Quartal mit 28,8 Milliarden Dollar zwar 7,9 Milliarden mehr verdient als ein Jahr zuvor, teilte die US-Einlagensicherung am Dienstag mit.

Doch der Zuwachs rühre vor allem daher, dass die Institute nach dem Ende der Rezession weniger für faule Kredite hätten beiseite legen müssen. Doch dieses Potenzial sei nun weitgehend ausgereizt, erklärte der amtierende FDIC-Chef Martin Gruenberg. Und die Erlöse der Banken bröckeln. Im zweiten Quartal sanken sie um drei Milliarden Dollar oder 1,8 Prozent.

Gruenberg versuchte aber die Märkte zu beruhigen, die sich vor allem um die Kapitalausstattung der Bank of America Sorgen machen. Auf die Frage, ob die US-Institute insgesamt ausreichend Kapital hätten, sagte er: „Generell würde ich das mit Ja beantworten.“ Die US-Banken haben ihr Kreditvolumen im zweiten Quartal nach drei Jahren erstmals wieder um 64,4 Milliarden Dollar - knapp ein Prozent - ausgeweitet.

Zuversichtlich stimmt die FDIC auch die Tatsache, dass ihre Liste der „Problembanken“ zum ersten Mal seit fast vier Jahren geschrumpft ist: von 888 im ersten Quartal auf 865. Der von ihr verwaltete Einlagensicherungsfonds weist zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder einen positiven Saldo von 3,9 Milliarden Dollar auf.

Von

rtr

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