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29.03.2006

13:41 Uhr

Aufwärtstrend

Geschäft der rheinischen Sparkassen läuft rund

Geht es nach dem Willen der rheinischen Sparkassen, dann sollten künftig die überwiegend von Kommunalpolitikern besetzten Trägerorgane der Sparkassen über deren Gewinnverwendung entscheiden. Dies sagte am Dienstag der Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes, Karl-Heinz Bentele.

cd DÜSSELDORF. Heute liegt die Messlatte für Ausschüttungen hoch, so dass die meisten Kommunen leer ausgehen. Allerdings zählen Sparkassen vielerorts zu den größten Steuerzahlern und Spendern. Doch die Kommunen benötigen angesichts vielfach leerer Kassen mehr freie Liquidität. Hier wollen die Sparkassenmanager helfen, um Schlimmeres abzuwehren: die Bildung von Stammkapital bei Sparkassen, wie sie der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) plant. Anders als Koch es wolle, lasse sich das Thema Stammkapital und Verkäuflichkeit von Sparkassen keinesfalls trennen, sagt Bentele. Er erwartet, dass bei der Einführung von Stammkapital künftig regionale Aufsichtsbehörden von Kommunen diese im Falle schwieriger Haushaltslagen zum Verkauf ihrer Sparkasse drängen könnten. Zudem habe nicht der EU-Wettbewerbskommissar, sonder der Europäische Gerichtshof das letzte Wort bei der Interpretation der Handhabung von Stammkapital. Bentele erwartet im Falle des Falles eine Klage des Bundesverbandes der privaten Banken.

Hintergrund der Äußerungen Benteles ist die Abfassung eines neuen Sparkassengesetzes in NRW. Einen Referentenentwurf erwartet Bentele erst im Herbst.

Geschäftlich läuft es bei den bald noch 35 Sparkassen im Rheinland rund. Verloren die Institute vor Jahresfrist noch Einlagegelder an Konkurrenten, konnten sie den Trend zuletzt drehen. Deutlich besser läuft seit dem vierten Quartal 2005 auch das Kreditgeschäft.

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