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19.02.2004

08:39 Uhr

Außergerichtliche Verabredung macht den Weg für eine grundlegende Reform der New York Stock Exchange frei

US-Börsenhändler einigen sich mit SEC

Die fünf größten Händler an der New Yorker Börse (Nyse) haben sich dem Vernehmen nach mit der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) auf die Zahlung einer 240-Mill.$-Strafe geeinigt. Die Einigung ist jedoch vorläufig und muss von den fünf SEC-Kommissaren noch abgesegnet werden. Die SEC wirft den so genannten Spezialisten an der Nyse vor, mit unlauteren Handelspraktiken in den vergangenen drei Jahren 155 Mill. Dollar in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben.

tor NEW YORK. Die außergerichtliche Verabredung macht den Weg frei für eine grundlegende Reform der wichtigsten Aktienbörse der Welt. „Mit der Einigung kann man den Fall abschließen und ins 21. Jahrhundert voranschreiten“, sagte James Angel, Professor für Finanzen an der Georgetown University in Washington, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Nyse ist einer der wenigen Börsenplätze, auf dem es noch einen echten Parketthandel gibt. Bislang fungieren die Spezialisten als Auktionatoren und wickeln den größten Teil aller Handelstransaktionen ab.

Der Betrugsskandal hat jedoch die Börsenhändler bei den Investoren in Verruf gebracht. Hinzu kommt, dass die Nyse durch den schnelleren und billigeren Handel an elektronischen Plätzen wie der Technologiebörse Nasdaq unter wachsenden Konkurrenzdruck steht. Der neue Nyse-Chef John Thain plant deshalb den verstärkten Einsatz elektronischer Handelssysteme.

Beteiligt an der Einigung mit der SEC sind die Firmen Bear Wagner (Bear Stearns), Spear, Leeds & Kellogg (Goldman Sachs), Fleet Specialists (FleetBoston), LaBranche und Van Der Moolen. Der Betrag von 240 Mill.$ setzt sich aus den zu Unrecht erworbenen Gewinnen und einer Strafe zusammen. Van der Moolen zahlt nach eigenen Angaben zwischen 52 und 58 Mill.$.

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