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04.07.2016

16:43 Uhr

Außerordentliche Hauptversammlung

99,9 Prozent der LSE-Eigner für Börsenfusion

Mit überwältigender Mehrheit haben die Aktionäre der London Stock Exchange (LSE) für den geplanten Zusammenschluss mit der Deutschen Börse votiert. Doch damit sind längst nicht alle Hürden überwunden.

Die Aktionäre der London Stock Exchange (LSE) haben über eine Fusion abgestimmt, deren Eckpunkte sich im Anschluss noch einmal deutlich verändern könnten. dpa

LSE-Gebäude in London

Die Aktionäre der London Stock Exchange (LSE) haben über eine Fusion abgestimmt, deren Eckpunkte sich im Anschluss noch einmal deutlich verändern könnten.

London, Frankfurt99,9 Prozent der Aktionäre der London Stock Exchange (LSE) stimmten am Montag in London auf einer außerordentlichen Hauptversammlung für eine Fusion mit der Deutschen Börse. Trotz scharfer Kritik aus Deutschland zeigte sich LSE-Aufsichtsratschef Donald Brydon zuversichtlich, von den Aufsichtsbehörden grünes Licht für die 25 Milliarden Euro schwere Fusion zu bekommen. „Es gibt keinen Grund, heute von etwas anderem auszugehen.“

Nach dem britischen Referendum für einen EU-Austritt haben die Finanzaufsicht BaFin und hochrangige deutsche Politiker deutlich gemacht, dass sie die geplante Ansiedlung der fusionierten Börse in London für nicht akzeptabel halten. Die Forderung eines Aktionärs, den Zusammenschluss deshalb abzublasen, wies Brydon zurück.Es werde noch mindestens zwei Jahre dauern, bis Großbritannien aus der EU austrete.

Somit gebe es für beide Börsenbetreiber genügend Zeit, die „optimale Struktur“ für den Deal zu finden, sagte Brydon, der auch den Aufsichtsrat der Mega-Börse führen soll.

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Die Hauptversammlung der LSE dauerte lediglich eine halbe Stunde und verlief unspektakulär. Große Proteste, wie man sie von den Hauptversammlungen deutscher Konzerne kennt, gab es nicht. Und von den rund 50 anwesenden Aktionären meldeten sich lediglich zwei zu Wort - darunter Kleinaktionär Dinesh Jain.

Er sagte, die LSE sollte nach dem Brexit keine Verbindung mit einer europäischen Börse eingehen. „Wollen wir uns eine Leiche ans Bein binden?“ Es sei unwahrscheinlich, dass Deutschland dem Zusammenschluss zustimme, wenn Großbritannien kein EU-Mitglied mehr sei. Deshalb solle sich die LSE lieber um „lebendige" Deals mit asiatischen oder lateinamerikanischen Börsenbetreibern bemühen.

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