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06.04.2006

12:32 Uhr

Ausweitung des Vertriebsnetzes

Die Bankfiliale feiert ein Comeback

Die Zahl der inländischen Zweigstellen von Kreditinstituten ist erstmals seit 1991 wieder gestiegen. Sie hat sich im vergangenen Jahr um 925 oder 2,6 Prozent auf 36 685 erhöht, teilte die Bundesbank am Mittwoch mit.

HB FRANKFURT. Unter Einbeziehung der 10 648 Filialen der Deutschen Postbank gab es zum Jahresende 2005 sogar 47 333 Zweigstellen. Das entspricht einem Anstieg um 4,1 Prozent oder 1 866 Zweigstellen. „Der Grund für diese Entwicklung ist die Renaissance der Bankfiliale als Vertriebskanal“, erläuterte ein Sprecher der Bundesbank. Die Banken reagieren mit der Ausweitung ihrer Filialnetze auch auf die gestiegenen Serviceerwartungen der Kunden.

Am stärksten weiteten der Bundesbank zufolge die Großbanken ihr Vertriebsnetz aus. Es wurde um 199 Einheiten oder 8,8 Prozent auf 2 454 Zweigstellen erweitert. Den größten Anteil an den Zweigstellen haben mit 15 419 oder 42 Prozent nach wie vor die Landesbanken und Sparkassen. Der öffentlich-rechtliche Sektor verzeichnete im Jahresverlauf einen Anstieg um 578 oder 3,9 Prozent. Nach einem Zuwachs von drei Prozent, was 391 Filialen entspricht, hatte der genossenschaftliche Sektor Ende vergangenen Jahres 13 369 Filialen. Im Gegensatz dazu steht eine Ausdünnung des Filialnetzes im Bereich der Regional-, Wertpapierhandelssbanken und sonstigen Kreditbanken um 284 Zweigstellen oder 10,5 Prozent.

Auch die Zahl der Bankstellen – Zentralen rechtlich selbstständiger Kreditinstitute zuzüglich deren Zweigstellen – hat sich um 2,3 Prozent auf 39 028 Stellen erhöht. Die Gesamtzahl der Kreditinstitute ist dagegen 2005 weiter zurückgegangen. Sie reduzierte sich um 57 oder 2,4 Prozent auf 2 344 Institute.

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