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29.01.2007

13:25 Uhr

Autozulieferersparte von Siemens

Banken hoffen auf VDO-Börsengang

Während Mutterkonzern Siemens sich, in Form von Chef Klaus Kleinfeld, auf Wachstum und Rendite ausrichtet, wird der Börsengang der Autozulieferersparte VDO weiter forciert. Investmentbanker reiben sich angesichts des Emissionsvolumens schon jetzt die Hände.

(rob/jojo) FRANKFURT/MÜNCHEN. Seit vergangenem Donnerstag hat die Frankfurter Finanzgemeinde einen Grund mehr, hoffnungsvoll ins gerade begonnene Jahr zu blicken. Denn mit der Ankündigung von Siemens, seine Autozuliefersparte VDO an die Börse zu bringen, steht wieder einmal eine richtig große Emission an.

Die Vorbereitungen dafür stehen zwar noch ganz am Anfang. Doch das voraussichtliche Emissionsvolumen sorgt jetzt schon für Freude unter Investmentbankern. In Finanzkreisen wird mit rund drei Mrd. Euro gerechnet. Den Gesamtwert von Siemens VDO veranschlagen Experten auf 6,5 bis 7,5 Mrd. Euro. Damit würden knapp die Hälfte der Aktien an die Börse gebracht. Siemens selbst wollte sich zu den Details noch nicht äußern. Offenbar laufen derzeit Gespräche, um die Konsortialbanken für die Emission auszuwählen.

Ein Rückzieher von den Börsenplänen ist zwar nicht ausgeschlossen, gilt in Finanzkreisen aber als eher unwahrscheinlich. Zu groß wäre der Gesichtsverlust, nachdem Siemens den Börsengang öffentlichkeitswirksam zur Hauptversammlung am vergangenen Donnerstag angekündigt hat. Ein Verkauf an den Autozulieferer Continental ist deshalb kaum zu erwarten. Das Unternehmen aus Hannover hatte gleich nach Bekanntgabe der Pläne von Siemens sein Interesse an der Sparte signalisiert. Börsianer sind jedoch überzeugt, dass es sich Siemens nicht leisten könne, die Emission jetzt noch abzusagen. Einem Verkauf steht auch die Absicht von Siemens entgegen, die Führung bei VDO zu behalten.

Derzeit wird heftig darüber spekuliert, wann die Aktien aufs Parkett kommen könnten. Finanzkreise gehen davon aus, dass dies erst im zweiten Halbjahr möglich ist. VDO ist erst im vergangenen Jahr voll ins Unternehmen integriert worden und muss jetzt wieder getrennt werden, etwa in der Buchführung.

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