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05.01.2007

15:02 Uhr

Axa übergibt an QBE

Australier kaufen amerikanische Winterthur

VonRita Lansch und Urs Wälterlin

Die australische Versicherungsgruppe QBE Insurance hat am Freitag die Übernahme der Winterthur US Holdings Inc. bekannt gegeben. Verkäufer ist der französische Axa-Konzern, der die Schweizer Versicherungsgruppe Winterhur im vergangenen Jahr von der Investmentbank Credit Suisse gekauft hatte.

DÜSSELDORF/SYDNEY. Mit der aktuellen Übernahme setzen die Australier ihre vor einigen Jahren intensivierte Auslandsstrategie konsequent fort. Der australische Marktführer zählte mit einem Beitragsvolumen von 7,4 Mrd. US-Dollar bereits 2005 zu den 25 führenden Versicherungskonzernen in der Welt. Für die US-Aktivitäten der Winterthur hat QBE 1,47 Mrd. australische Dollar (1,16 Mrd. US-Dollar) an Axa bezahlt.

Mitte Dezember hatte QBE in den USA 2006 bereits die Praetorian Financial Group von der Hannover Rück erworben. Der Preis für diesen auf Liegenschaften- und Unfallversicherungen spezialisierten Versicherer lag bei 1,02 Mrd. australischen Dollar (800 Mill. US-Dollar).

Gemäß QBE-Chef Frank O’Hallorarn haben sich die Verkaufsverhandlungen um die in Wisconsin beheimatete Winterthur US als nicht einfach erwiesen. „Wir hörten von dieser Gelegenheit und flogen mehrmals in die Vereinigten Staaten. Die Diskussionen waren ziemlich schwierig, weil wir gleichzeitig mit den Amerikanern, den Franzosen und den Schweizern verhandeln mussten.“

Winterthur US hat über 850 000 Kunden und beschäftigt 2 150 Angestellte. Die Firma zeichnet ihre Policen über ein Netz von 1 700 unabhängigen Vertretern in 33 amerikanischen Bundesstaaten. Laut QBE erwartet die Gruppe für 2006 einen Gewinn nach Steuern, aber vor Zinsen von 156,93 Mill. australischen Dollar (124 Mill. US-Dollar). Mit dem Kauf von Winterthur US steigt für QBE der Anteil der in den Vereinigten Staaten gezeichneten Versicherungsprämien auf 40 Prozent.

Die Akquisition komplettiert die neue Diversifizierungs-Strategie von QBE. Wie es in Sydney hieß, wird die Gruppe in Zukunft in vier unterschiedlichen Bereichen tätig sein: Spezialversicherungen, Liegenschaften- und Unfallversicherung in Regionalmärkten, Rückversicherung und Lateinamerika. Laut Frank O’Halloran möchte sich die Firma jetzt auf die Expansion in Lateinamerika konzentrieren. „Das wird in erster Linie durch Akquisition geschehen“.

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