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13.01.2016

11:06 Uhr

Banco Popolare

Bankenfusion in Italien steht bevor

Zwei italienische Banken stehen vor einem Zusammenschluss und könnten bald eine neue Nummer drei auf dem Markt formen. Die Aktionäre reagieren mit Freude auf die Berichte, die Kurse schnellen in die Höhe.

In der Finanzmetropole Italiens könnte es bald ein neues Großinstitut geben. picture-alliance

Mailänder Skyline

In der Finanzmetropole Italiens könnte es bald ein neues Großinstitut geben.

MailandDie sich anbahnende Fusion der Banca Popolare di Milano und der Banco Popolare hat den Aktien am Mittwoch Auftrieb verliehen. Die Titel schossen in Mailand in der Spitze um 8,2 und 7,3 Prozent in die Höhe. Banco Popolare wurden wegen der hohen Ausschläge zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt.

Durch den Zusammenschluss der beiden Genossenschaftsbanken könnte das drittgrößte Institut des Landes entstehen. Nach Reuters-Informationen führen die Banca Popolare di Milano und die Banco Popolare Gespräche über eine Fusion bis Anfang März. Allerdings seien noch einige Punkte zu klären, erklärten Insider. Es sei daher voreilig anzunehmen, dass das Geschäft bereits in trockenen Tüchern sei. „Die Gespräche laufen schon eine Weile und es bleibt nicht mehr viel Zeit, um zu einem Abschluss zu gelangen", sagte einer der Insider. "Sie versuchen, sich auf Schlüsselelemente einer Fusion zu einigen.“

Sollte der Zusammenschluss gelingen, wäre es der erste seit einer Reform der Regierung im vergangenen Jahr, die auf eine Konsolidierung des zersplitterten Bankensystems abzielt. Genossenschaftsbanken sollen dazu bis Ende 2016 in Aktiengesellschaften umgewandelt werden und die Stimmrechtsverteilung neu regeln, was sie bisher vor Übernahmen schützte.

Die Banco Popolare ist die fünftgrößte Bank Italiens. Sie kommt auf eine Marktkapitalisierung von fast vier Milliarden Euro. Die BPM kommt auf einen ähnlichen Marktwert.

Von

rtr

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