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26.05.2016

10:53 Uhr

Banco Popular

Spanische Bank plant milliardenschwere Kapitalerhöhung

Die spanische Bank Banco Popular will sich frisches Kapital beschaffen, um ihre Bilanz aufzubessern. Der Versicherer Allianz will sich beteiligen. Doch an der Börse kommt die Nachricht sehr schlecht an.

Die sechstgrößte spanische Bank braucht eine kräftige Kapitalspritze. dpa

Der Chef der Banco Popular

Die sechstgrößte spanische Bank braucht eine kräftige Kapitalspritze.

MadridDas spanische Geldhaus Banco Popular will neue Aktien an den Markt bringen und damit bis zu 2,5 Milliarden Euro einsammeln. Wie das sechstgrößte Institut des Landes am Donnerstag mitteilte, plant auch die Allianz ein Engagement. Der Münchner Versicherer werde mehr als 53 Millionen Aktien zeichnen und dann mit drei Prozent beteiligt sein.

Mit der Kapitalerhöhung wollen die Spanier ihre Bilanz verbessern. Es soll auch eine Schutzmaßnahme gegen die extrem niedrigen Zinsen in Europa sein, die zulasten des Gewinns gehen. An der Börse wird ein solcher Schritt aber oft als Zeichen der Schwäche interpretiert. Banco-Popular-Aktien stürzten dementsprechend zu Handelsbeginn um mehr als ein Viertel auf 1,75 Euro ab. Die insgesamt rund zwei Milliarden Anteilsscheine sollen zu jeweils 1,25 Euro bei Investoren platziert werden.

Die größten Banken Europas (nach Marktkapitalisierung)

Platz 10

Intesa Sanpaolo
Italien
28,472 Milliarden Euro

Stand: Anfang Juli 2016. Quelle: S&P Global Market Intelligence

Platz 9

Nordea Bank
Schweden
30,411 Milliarden Euro

Platz 8

Banco Bilbao
Spanien
32,701 Milliarden Euro

Platz 7

ING Groep
Niederlande
35,7527 Milliarden Euro

Platz 6

PAO Sberbank of Russia
Russland
40,396 Milliarden Euro

Platz 5

UBS Group
Schweiz

43,209 Milliarden Euro

Platz 4

Lloyds Banking Group

Großbritannien

46,368 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander

Spanien

49,393 Milliarden Euro

Platz 2

BNP Paribas

Frankreich

49,495 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC

Großbritannien

110,804 Milliarden Euro

Die Banco Popular ist von allen spanischen Großbanken am stärksten abhängig vom Immobilienmarkt des Landes, der in den vergangenen Jahren immer wieder für Probleme in den Bilanzen der Geldhäuser sorgte. Popular will bis 2018 seine Immobilienengagements um 15 Milliarden Euro verringern.

Von

rtr

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