Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.12.2011

17:06 Uhr

Bank of England

Gewinnziele britischer Banken zu optimistisch

Die britische Notenbank hält die Gewinnziele der Geschäftsbanken für zu optimistisch. Die Institute würden die Folgen der strengeren Regulierung durch „Basel III“ zu wenig berücksichtigen.

Das Gebäude der Bank of England in London. Reuters

Das Gebäude der Bank of England in London.

LondonDie Bank von England hält die Gewinnziele der britischen Geschäftsbanken für zu optimistisch. Wie die Notenbank in einem am Dienstag veröffentlichten Protokoll einer Sitzung ihres finanzpolitischen Ausschusses (FPC) erklärte, spiegeln die Gewinnziele nicht die Folgen der absehbar strengeren Regulierung auf die Institute wider.

Die unter dem Stichwort „Basel III“ bekannte strengere Regulierung des Finanzsektors habe unter anderem das Ziel, Investitionen in Banken risikoloser zu machen. Das allerdings gehe automatisch mit einer geringeren Rendite für die Anleger einher, hieß es in dem FPC-Protokoll.

Während vor der Krise Eigenkapitalrenditen von 20 bis 30 Prozent in der Bankenbranche fast als normal erschienen, erwartet etwa die Royal Bank of Scotland in diesem Jahr eine Eigenkapitalrendite von nur noch zwölf Prozent. Barclays peilt für das nächste Jahr eine Rendite von 13 Prozent an.

„Basel III“ soll ab 2013 schrittweise eingeführt werden. Dabei werden unter anderem die Eigenkapitalanforderungen an die Geldhäuser peu a peu angehoben. Ziel ist es, die Banken in künftigen Krisen wetterfester zu machen. Die britische Wirtschaft hängt stark an der City, dem Londoner Finanzsektor mit seinen Großbanken, Investmentfirmen und Hedgefonds.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×