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07.08.2012

19:22 Uhr

Bank-Übernahme

Milliardär wird Douglas-Anteilseigner

Joseph Safra ist mit der Übernahme der Schweizer Bank Sarasin durch seine Safra Gruppe Großaktionär beim deutschen Handelskonzern Douglas geworden. Safra und Sarasin konzentrieren sich auf reiche Privatkunden.

Safras Holding kontrolliert 10,68 Prozent der Douglas-Stimmrechte. dpa

Safras Holding kontrolliert 10,68 Prozent der Douglas-Stimmrechte.

DüsseldorfDer brasilianische Milliardär Joseph Safra ist mit der Übernahme der Schweizer Bank Sarasin durch seine Safra Gruppe auch Großaktionär beim deutschen Handelskonzern Douglas geworden. Safras Holding kontrolliere 10,68 Prozent der Douglas-Stimmrechte, teilte der Hagener Konzern am Dienstag in einer Pflichtmitteilung unter Berufung auf eine Erklärung Safras mit. Die Anteile liegen bei der Privatbank Sarasin, deren Mehrheit Safra für rund 1,04 Milliarden Franken geschluckt hatte.

Safra und Sarasin konzentrieren sich auf reiche Privatkunden. Zur Safra Gruppe zählen Banken in der Schweiz, Monaco, Luxemburg, Gibraltar und den USA. Die Banco Safra gehört zu den zehn größten Privatbanken Brasiliens.

Sarasin könnte auch eine Rolle bei den Plänen des Drogerieunternehmers Erwin Müller spielen, seinen Anteil an Douglas auszubauen. Das Geldhaus verfügt nach früheren Mitteilungen über eine Reihe von Put-Optionen auf Douglas-Aktien. Nach der Mitteilung vom Dienstag beläuft sich der Stimmrechtsanteil Safras inklusive dieser Finanzinstrumente, die dazu führen, dass Douglas-Anteile mittelbar gehalten werden, auf 18,69 Prozent. Douglas hatte zu Jahresanfang gemeldet, dass Müller Stillhalter bei Optionen ist.

Müller hatte sich über Monate an Douglas herangepirscht. Der Drogerieunternehmer kontrolliert 10,81 Prozent an dem Konzern mit seinen Parfümerien, Buchhandlungen und Schmuckläden und hatte im vergangenen Februar gemeldet, indirekt Zugriff auf weitere 15,55 Prozent der Douglas-Anteile zu haben. Unklar ist aber, ob und zu welchem Kurs er die weiteren Anteile kaufen kann oder muss, mit denen er seine Beteiligung auf über 25 Prozent aufstocken würde. Die Eigentümerfamilie um Vorstandschef Henning Kreke hatte dagegen im Januar erklärt, sie prüfe Pläne, Douglas von der Börse zu nehmen. Konkrete Schritte sind dem bislang nicht gefolgt. Douglas will am Mittwoch Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 vorlegen.

Von

rtr

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