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04.03.2004

14:55 Uhr

Bank will zweistellige Millionensumme im Jahr sparen

Landesbank Baden-Württemberg steigert operativen Gewinn

Trotz Konjunkturflaute hat die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) im Jahr 2003 einen kräftigen Anstieg beim operativen Gewinn verbuchen können.

HB STUTTGART. Die Bank hat im Geschäftsjahr 2003 ihr Betriebsergebnis vor Risikovorsorge um 8,3 Prozent auf 1,49 Mrd. Euro gesteigert. Vorstandschef Hans Dietmar Sauer sagte am Donnerstag in Stuttgart, konnte die LBBW eines der schwierigsten Jahre der deutschen Wirtschaftsgeschichte „mit Bravour“ bewältigen. Das Geschäftsvolumen wuchs um 0,3 Prozent auf 369,1 Mrd. Euro, die Konzernbilanzsumme stieg um 0,9 Prozent auf 323,3 Mrd. Euro.

Der Jahresüberschuss nach Steuern wurde um 17,9 Prozent auf 365,6 Millionen Euro gesteigert. Der Zinsüberschuss lag mit Beteiligungserträgen zum Jahresende bei 1,88 Mrd. Euro, was einer Steigerungsrate von 4,5 Prozent entspricht. Der Provisionsüberschuss stieg um 9,1 Prozent auf 358 Mill. Euro. Das Nettogeschäft aus Finanzgeschäften ging um 3,4 Prozent auf 226 Mill. Euro zurück.

Die positive Bilanz für das Jahr 2003 täuscht nach Sauers Worten jedoch nicht darüber hinweg, dass auf die LBBW - wie auch auf alle anderen Landesbanken - durch den bevorstehenden Wegfall der Staatsgarantie vom Juli 2005 an erhöhte Refinanzierungskosten zukommen. Sauer sprach von einer zusätzlichen Belastung im mindestens zweistelligen Millionenbereich pro Jahr. Dazu müssten die Kosten reduziert werden. Dies betreffe auch den Personalaufwand. Bei der LBBW seien zum Jahresende 12 648 Mitarbeiter beschäftigt gewesen, knapp 600 weniger als noch ein Jahr zuvor. Eine neue Zusicherung, dass in den kommenden Jahren betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden, ist nicht mehr vorgesehen, betonte Sauer.

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