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11.09.2011

15:23 Uhr

Bankchef zu Schuldenkrise

"Lage ist stabiler als 2008"

Die derzeitige Euro-Schuldenkrise lässt sich nicht mit der Situation von September 2008 vergleichen, beschwichtigt der Goldman-Deutschland-Boss Alexander Dibelius. In einem Interview zeigt sich Dibelius zuversichtlich.

Alexander Dibelius glaubt an die haushaltspolitischen Selbstreinigungskräfte der EU-Mitgliedstaaten. dpa

Alexander Dibelius glaubt an die haushaltspolitischen Selbstreinigungskräfte der EU-Mitgliedstaaten.

FrankfurtDie Euro-Schuldenkrise ist nach Einschätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs weniger dramatisch als die Finanzmarktkrise im Jahr der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers. „Wir sind nicht der Ansicht, dass wir uns derzeit in derselben Situation wie zu Beginn der Finanzmarktkrise befinden“, sagte Goldman-Deutschland-Chef Alexander Dibelius der „Welt am Sonntag“.

„Nicht zuletzt aufgrund der guten Arbeit der Regierungen und der Europäischen Zentralbank ist die Lage stabiler als 2008.“ Die Regierungen und Zentralbanken seien heute wesentlich besser vorbereitet als vor drei Jahren, der Unternehmenssektor sei weniger fremdkapitalfinanziert, und auch die Eigenkapitalposition der Banken sei anders, sagte der Banker. Die einst viertgrößte US-Investmentbank Lehman Brothers war im September 2008 infolge der US-Immobilienkrise zusammengebrochen und hatte das weltweite Finanzsystem ins Wanken gebracht.

Die am 21. Juli beschlossenen Pläne zum Euro-Rettungsschirm EFSF bewerte er sehr positiv, sagte Dibelius. Damit stehe „ein guter Werkzeugkasten“ zur Verfügung, bis ab 2013 ein viel strikteres Haushaltsregime für alle 17 Euro-Länder gelten werde, das strikter als der Maastricht-Vertrag und ein erster wichtiger Schritt zur Harmonisierung der Fiskalpolitik im Euro-Raum sei. „Allerdings wollen wir die Augen vor weiteren Risiken nicht verschließen und uns auf ihr Management vorbereiten“, fügte der Goldman-Sachs-Manager hinzu.

Von

rtr

Kommentare (5)

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azaziel

11.09.2011, 16:54 Uhr

Die Lage ist heute eindeutig viel dramatischer, weil die Gesamthoehe aller Schulden ungebrochen weiter gestiegen ist und weil insbesondere die Staatsverschuldung im Verhaeltnis zur Wirtschaftskraft (Schuldenquote) weiter gestiegen ist. Der von Alexander Dibelius so begruesste Rettungsschirm wird bei der ersten grossen Staatspleite zerbroeseln oder durch weiteres Gelddrucken solange weiter aufgeblaeht, bis eine rasende Inflation dem Spuk durch eine Waehrungsreform ein Ende macht.

Roland

11.09.2011, 21:09 Uhr

Nomen ist omen. müsste wohl eher debilius heissen

Account gelöscht!

12.09.2011, 09:18 Uhr

Wieso lassen Sie so ein Gangster-Gesicht überhaupt dermaßen zu Wort kommen? Solch einem Menschen würde ich nicht mal die Tür öffnen, wenn er ein Haustürgeschäft anböte. Der Gesichtsausdruck sagt doch schon alles!

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