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05.01.2016

14:44 Uhr

Banken

Diese Jobs sucht die Wall Street

Lust auf einen Job in Amerikas Finanzmetropole? Wenn Sie sich beispielsweise mit Öl und Gas, Fintechs oder IT in der Bankenwelt auskennen, ist jetzt Ihre Chance. Wir verraten Ihnen, welche Jobs besonders gefragt sind.

Nach der Finanzkrise mussten viele Banken Stellen abbauen. Heute gibt es an der Wall Street wieder Bedarf an Spezialisten und Nachwuchskräften. ap

Aus der Mode gekommen

Nach der Finanzkrise mussten viele Banken Stellen abbauen. Heute gibt es an der Wall Street wieder Bedarf an Spezialisten und Nachwuchskräften.

New YorkStellenabbau und schrumpfende Bonuszahlungen haben die Schlagzeilen von der Wall Street im vergangenen Jahr beherrscht. Und dann gibt es für viele Banker mittlerweile in anderen Branchen mehr Geld zu verdienen. Doch auch an der Wall Street gibt es wieder boomende Nischen. Die fallenden Ölpreise, die erste Zinserhöhung der Federal Reserve seit vor der Finanzkrise und der Einbruch bei den als „Ramsch“ eingestuften Anleihen bieten für einige Banker und Händler Chancen. Die Konsequenz: Neueinstellungen und Gehaltserhöhungen.

Nach Einschätzung von Analysten, Personalvermittlern und Führungskräften sind dies die besten Jobs im Jahr 2016:

Banker für die Öl- und Gasbranche

Investmentbanker waren 2015 bei angekündigten Fusionen und Übernahmen im Rekordwert von 4,2 Billionen Dollar als Berater tätig. Getrieben wurde die Summe von Megahochzeiten in den Sektoren Pharma, Telekommunikation und Technologie. Welche Branche ist reif für die nächste Konsolidierungswelle? Vom Ölpreis-Einbruch belastet werden sich Energiefirmen 2016 auf Banker stützen müssen, um ihr Eigenkapital aufzubessern oder ihren Verkauf an stärkere Rivalen zu organisieren.

„Wenn eine Branche in die Knie geht, bedeutet das normalerweise ein paar gute Jahre“, sagte Brian Foran, Partner bei Autonomous Research. „Das ist so ähnlich wie bei den Banken in den Jahren 2008 und 2009, als es einige der größten jemals verzeichneten Akquisitionen gab, und das war phänomenal für die Banker der Finanzinstitutionen.“

Die größten US-Banken (nach Bilanzsumme)

Platz 10

State Street

227 Milliarden Euro


Stand: Anfang November 2015. Quelle: Bloomberg, EU-Kommission

Platz 9

PNC Financial

285 Milliarden Euro

Platz 8

BoNY Mellon

318 Milliarden Euro

Platz 7

US Bancorp

333 Milliarden Euro

Platz 6

Morgan Stanley

662 Milliarden Euro

Platz 5

Goldman Sachs

708 Milliarden Euro

Platz 4

Wells Fargo

1394 Milliarden Euro

Platz 3

Citigroup

1523 Milliarden Euro

Platz 2

Bank of America

1739 Milliarden Euro

Platz 1

JP Morgan

2127 Milliarden Euro

Banker für Restrukturierungen

Zunehmende Zahlungsausfälle, wachsende Renditeaufschläge bei Hochzinsanleihen und steigende US-Zinsen bedeuten, dass den für Restrukturierungen zuständigen Abteilungen ein großes Jahr bevorsteht, erwartet Vincent Hung von Autonomous Research. Ihre Banker beraten Schuldner oder Gläubiger, wenn ein Unternehmen restrukturiert werden muss – über Aktivaverkäufe oder eine Insolvenz. Boutiquen wie Houlihan Lokey und Lazard dominieren den Bereich und die Firmen könnten in diesem Jahr einen 24-prozentigen Sprung bei den Restrukturierungserlösen sehen, schrieb Hung am 18. Dezember in einer Analyse. Megabanken haben hingegen oft einen Interessenskonflikt als Kreditgeber oder Konsortialbank.

Zinshändler

Zinshändlern stehen einige der größten Gehaltserhöhungen bevor. Jene von ihnen, die sich um Optionen kümmern, können sich dem Personalvermittler Options Group zufolge im Schnitt auf einen Zuwachs um 15 Prozent freuen. Der Handel mit Staatsanleihen und verwandten Instrumenten sollte 2016 stark bleiben, während die Fed ihre Geldpolitik strafft und die EZB auf dem Lockerungspfad bleibt, erklärte Finanzchefin Marianne Lake von JPMorgan Chase im Dezember. „Zu guter Letzt gibt es einen Ausblick, wo führende Zentralbanken in verschiedene Richtungen gehen“, sagte Foran. „Das sorgt einfach für eine Menge Aktivität.“

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