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19.01.2009

17:08 Uhr

Banken-Fusion

Spekulation: Erneuter Anlauf zu Fusion von WestLB und Helaba

Neue Bewegung bei der drängenden Partnersuche für die angeschlagnee WestLB bahnen sich nach den Landtagswahlen in Hessen offenbar an. Gespräche zwischen Roland Koch und Jürgen Rüttgers über eine erneuten Fusion werden erwartet. Auch die DekaBank ist seit einigen Monaten mit der WestLB im Gespräch über eine Zusammenarbeit

dpa

HB DÜSSELDORF/FRANKFURT. Es wird damit gerechnet, dass Hessens wiedergewählter Ministerpräsident Roland Koch gemeinsam mit seinem nordrhein-westfälischen Amtskollegen Jürgen Rüttgers (beide CDU) einen neuen Anlauf zu einer Fusion der Düsseldorfer WestLB mit der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba/Frankfurt) unternehmen wird.

Laut Medienberichten ist sogar wieder ein Dreierbündnis aus WestLB, Helaba und DekaBank im Gespräch. Das berichten das Nachrichtenmagazin "Focus "und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Montag. Ein Sprecher des Sparkassenverbandes Hessen-Thüringen - mit 85 Prozent der Helaba-Haupteigentümer - betonte jedoch am Montag: "Der Sparkassenverband führt derzeit keine Fusionsgespräche und es sind auch keine geplant."

Die restlichen Anteile der Helaba halten die Länder Hessen (zehn Prozent) und Thüringen (fünf Prozent). Bei der WestLB ist das Land Nordrhein-Westfalen größter Einzelaktionär, die Mehrheit halten die Sparkassen.

Die DekaBank, der zentrale Fondsdienstleister der Sparkassen, hingegen ist seit einigen Monaten mit der WestLB im Gespräch über eine Zusammenarbeit. Geprüft wird, ob Teile der angeschlagenen Düsseldorfer Landesbank betriebswirtschaftlich sinnvoll mit der Frankfurter DekaBank zusammengeführt werden können. DekaBank-Chef Franz Waas hatte als Möglichkeiten das Kapitalmarktgeschäft, die Projektfinanzierung und das Assetmanagement genannt.

Die WestLB, die wegen Fehlspekulationen und der Finanzmarktkrise in Schieflage geraten war, muss den EU-Wettbewerbshütern bis Ende März einen umfassenden Plan zu ihrer Zukunft vorlegen. Aus Kreisen der WestLB-Eigentümer hieß es am Montag, die Gespräche liefen. In Frankfurt war die Rede von "zähen Gesprächen", vor Ende des ersten Quartals 2009 werde nicht mit entscheidenden Fortschritten gerechnet.

Dies ist Wasser auf die Mühlen der Befürworter einer umfassenden Lösung: Die Sparkassen - allen voran Sparkassenpräsident Heinrich Haasis - verfolgen den Plan, bei den Landesbanken drei Blöcke zu schmieden. Vorgesehen ist unter anderem ein Zusammengehen von Helaba und zumindest Teilen von DekaBank und WestLB. Vor einem Jahr war die WestLB mit ihrem Bemühen am Widerstand der Sparkassen gescheitert, die Helaba als Partner zu gewinnen.

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