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18.05.2013

16:32 Uhr

Banken

Immer mehr Kunden beschweren sich über Kreditpraxis

Hohe Beratungsgebühren sind nur das eine, was Bankkunden an ihren Kreditinstituten zu bemängeln haben. Immer häufiger beschweren sich Kunden bei Streitschlichtern über die Kreditpraxis der Institute.

Banken dominieren Frankfurt: Die Institute stehen derzeit in der Kritik ihrer Kunden, die Praktiken bei der Kreditvergabe monieren. dpa

Banken dominieren Frankfurt: Die Institute stehen derzeit in der Kritik ihrer Kunden, die Praktiken bei der Kreditvergabe monieren.

BerlinDie Ombudsstellen der Finanzbranche verzeichneten laut einem Medienbericht für 2012 einen deutlichen Anstieg der Beschwerden über Darlehensverträge gegenüber dem Vorjahr. Demnach drehten sich 33 Prozent aller an die Schlichter gerichteten Fälle um dieses Thema, ein Jahr zuvor seien es erst 20 Prozent gewesen. Die Gesamtzahl der Beschwerden ging dem Bericht zufolge 2012 aber um 17 Prozent auf 11 276 zurück. „Welt am Sonntag“ beruft sich auf Zahlen der Schlichtungsstellen von Sparkassen, Genossenschaftsbanken und privaten Geldinstituten.

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Als Hauptgrund für den Anstieg bei den Beschwerden über die Kreditpraxis gelten laut „Wams“ die in Rechnung gestellten Beratungsgebühren. Dabei geht es dem Bericht zufolge um jene ein bis drei Prozent der Darlehenssumme, die Banken für ihren Beratungsaufwand einbehalten - was schnell mehr als 100 Euro sein könnten.

Eine Sprecherin des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) verwies im Gespräch mit der Agentur dpa am Samstag darauf, dass die absolute Zahl der per Schlichterspruch gelösten Beschwerden im Bereich der mehr als 420 Sparkassen 2012 gegenüber dem Vorjahr in etwa konstant geblieben sei. Sie räumte aber ein, dass es innerhalb der einzelnen Beschwerde-Gruppen zu Verschiebungen gekommen sei. Insgesamt zeige sich an den Zahlen aber, dass die Kunden unterm Strich zufrieden seien.

Von

dpa

Kommentare (21)

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Hier.bin.ich.Gast

18.05.2013, 17:31 Uhr

Und die Ombudsleute der privaten Kreditwirtschaft möchten zu dem Thema Bearbeitungsgebühren bei Krediten nicht schlichten, weil Sie darin eine grundsätzliche Rechtsfrage beeinträchtigt sehen. Dabei liegen zahllose Urteile von Amtsgerichten und Oberlandesgerichten vor. Besser nicht die Hand beißen, die einen füttert. Soviel zum Thema Unabhängigkeit und Rechtsverstand.

Beklagte Institute zogen ja bisweilen immer die Revision vor dem BGH zurück und zahlten lieber brav. Nicht das das noch eine Grundsatzentscheidung zu Lasten der Kreditwirtschaft ergeht.

Die Ombudsleute der Deutschen Bundesbank sehen die Angelegenheit übrigens wie die Gerichte und schlichten zu Gunsten der Kunden, die unrechtmäßig um die Bearbeitungsgebühr geprellt wurden. Nachteil hieran ist, das ausgerechnet die Schlichtungssprüche der Bundesbank nicht bindend ist für die Ihr angeschlossenen Institute. Ende vom Lied waren zwei Klagen mit Erfolg für mich. Hätten die Banken auch billiger haben können.

Hierüber und wie die Schlichter und Banken im Einzelnen damit umgehen sollten Sie mal berichten.

Account gelöscht!

18.05.2013, 18:11 Uhr

Banken machen immer noch, was sie wollen!
Aber Gastwirte dürfen bald kein offenes Olivenöl mehr auf den Tisch stellen - der Kunde könnte ja getäuscht werden!

Da muß man fragen, gehts eigentlich noch? Haben Politiker eigentlich jedes Augenmaß verloren.

chaecker

18.05.2013, 18:23 Uhr

Nicht nur Banken vergeben Kredite. Und das ist gut so.

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