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07.10.2013

19:05 Uhr

Banken

Keine Berufung im US-Hypotheken-Urteil

Der Supreme Court hat den Banken das Recht abgesprochen, gegen das US-Hypotheken-Urteil in Berufung zu gehen. Jetzt müssen die 18 verklagten Institute ihre Prozesse alleine durchfechten – darunter auch die Deutsche Bank.

Die Behörde wirft den Banken – darunter die Deutsche Bank – vor, beim Verkauf von verbrieften Hypotheken-Papieren an die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac falsche Angaben zur Qualität der dahinterstehenden Kredite gemacht zu haben. dpa

Die Behörde wirft den Banken – darunter die Deutsche Bank – vor, beim Verkauf von verbrieften Hypotheken-Papieren an die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac falsche Angaben zur Qualität der dahinterstehenden Kredite gemacht zu haben.

WashingtonDie Deutsche Bank und siebzehn andere von der US-Wohnungsbehörde FHFA verklagte Institute müssen ihre Prozesse nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA einzeln durchfechten. Der Supreme Court sprach ihnen am Montag das Recht ab, gegen ein Urteil Berufung einzulegen, das ein Gericht in der zweiten Instanz in einem Musterverfahren gegen die UBS verhängt hatte.

18 Banken, darunter Barclays, Bank of America, Goldman Sachs, JP Morgan sowie Credit Suisse, waren 2011 von der FHFA verklagt worden.

Die Behörde wirft ihnen vor, beim Verkauf von verbrieften Hypotheken-Papieren an die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac falsche Angaben zur Qualität der dahinterstehenden Kredite gemacht zu haben. Die FHFA, der Fannie Mae und Freddie Mac unterstehen, hatte den daraus entstandenen Schaden auf 200 Milliarden Dollar beziffert.

Die Behörde wirft den Banken vor, beim Verkauf von verbrieften Hypotheken-Papieren an die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac falsche Angaben zur Qualität der dahinterstehenden Kredite gemacht zu haben. dapd

Die Behörde wirft den Banken vor, beim Verkauf von verbrieften Hypotheken-Papieren an die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac falsche Angaben zur Qualität der dahinterstehenden Kredite gemacht zu haben.

Die UBS war in dem Musterprozess mit der Argumentation abgeblitzt, dass die Klage erst nach Ablauf einer dreijährigen Verjährungsfrist eingereicht worden sei. Daraufhin hatten sich die Schweizer auf einen 885 Millionen Dollar schweren Vergleich eingelassen. Die anderen Banken, deren Prozesse noch ausstehen, hatten erklärt, das Urteil betreffe auch sie und darum ersucht, Berufung einlegen zu dürfen. Das verweigerte ihnen der Supreme Court nun.

Ende August war bekanntgeworden, dass die FHFA allein von JP Morgan sechs Milliarden Dollar fordert. Die Investmentbank will sich darauf aber nicht einlassen.

Hypothekenklagen sind die größten Altlasten in den USA, wo die Krise vor sechs Jahren ihren Anfang nahm. Viele Fälle sind noch immer nicht abgearbeitet. Fast alle Großbanken hatten zu Boomzeiten auf dem Häusermarkt ordentlich abkassiert: Sie gaben einkommensschwachen Familien Kredite und reduzierten anschließend das Risiko auf der eigenen Bilanz, indem sie die Hypotheken in Wertpapiere bündelten und weltweit abverkauften. Als viele Kreditnehmer ihren Zahlungen nicht mehr nachkommen konnten und der Markt kollabierte, wurden auch die Verbriefungen wertlos - und brockten den Käufern der Papiere, darunter etliche deutsche Geldhäuser, große Verluste ein.

Von

rtr

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