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03.12.2015

12:25 Uhr

Banken-Startup

Number26 expandiert nach Europa

Das Berliner Banken-Startup Number26 will Europa erobern. Mit der Erweiterung des Angebots wäre das Unternehmen die erste europaübergreifende Online-Bank, die nicht von den großen Geldhäusern abhängt.

Online-Banken gehören für viele Anleger zur Selbstverständlichkeit. Nicht nur die etablierten Anbieter erobern den Markt. dpa

Geldanlage 2.0

Online-Banken gehören für viele Anleger zur Selbstverständlichkeit. Nicht nur die etablierten Anbieter erobern den Markt.

BerlinDas Berliner Banken-Startup Number26 expandiert in Europa und rückt den etablierten Geldhäusern damit enger auf die Pelle. Mit der Ausweitung ihres Angebots auf weitere Länder steigt die Firma zur ersten paneuropäischen Online-Bank auf, die kein großes Finanzinstitut im Rücken hat. Das Unternehmen bietet sein Online-Girokonto nun auch in Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Irland und der Slowakei an. Im nächsten Schritt wolle das Unternehmen auch nach Großbritannien und in andere EU-Länder vorstoßen, sagte Mitgründer Maximilian Tayenthal der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. In Deutschland und Österreich ist die Firma mit 75 Mitarbeitern seit knapp einem Jahr aktiv und hat über 80.000 Kunden.

Die Lieblinge unter den Fintechs

Stripe

Der Zahlungsabwickler mit Hauptsitz in San Francisco richtet sich insbesondere an kleinere Unternehmen. Die Software ermöglicht es Händlern, in ihrer App oder auf ihrer Internetseite eine Bezahlfunktion einzurichten. Stripe gilt als Übernahmekandidat von Paypal. American Express und sechs weitere Topinvestoren sind dabei.

Fundersclub

Über den Onlinemarktplatz können Investoren Eigenkapital an einen Fonds geben, der dann in private Firmen investiert. Das Ergebnis bewirbt das Fintech aus San Francisco so: Unternehmen bekommen das Kapital, das sie brauchen, und Geldgeber bekommen Zugang zu neuen Investments. Intel ist einer der sechs Topinvestoren.

iZettle

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Stockholm ist nach eigenen Angaben Europas Mobile-Payment-Marktführer. Es bietet mobile Kartenlesegeräte für Smartphones und Tablets und richtet sich besonders an kleinere Unternehmen. Über eine App können Unternehmer ihre Verkäufe nachverfolgen und ihre Buchführung erledigen. Mastercard zählt zu den fünf Topinvestoren.

Robinhood

Der Onlinebroker mit Sitz in Palo Alto ermöglicht provisionsfreien Aktienhandel. Bisher ist die App nur in den USA verfügbar. Der Handel umfasst überwiegend Aktien von Unternehmen, die in den USA gelistet sind, sowie ETFs. Google Ventures und vier andere Topinvestoren sind dabei.

Upstart

Die Plattform mit Sitz in Palo Alto bringt Kreditnehmer und -geber zusammen. Beim Prüfen der Kreditwürdigkeit stützt sich das Unternehmen nicht allein auf Scores von Kreditbüros wie Fico und die bisherige Kredithistorie, sondern bezieht auch Informationen zu Ausbildung und Beruf des Kreditnehmers in die Bewertung ein. Google Ventures und vier weitere Topinvestoren haben investiert.

Coinbase

Das Unternehmen aus San Francisco bietet eine Geldbörse – Englisch „wallet“ – für die digitale Währung Bitcoin. Zudem ermöglicht es den Kauf- und Verkauf von Bitcoins. Dabei werden Beträge von herkömmlichen in die digitale Währung umgewandelt. In Deutschland ist nur die Wallet-Funktion verfügbar, das Geldwechseln aber nicht. Fünf Topinvestoren sind an Bord.

Number26 und andere Finanz-Startups aus der Internet- und IT-Welt (FinTechs) jagen traditionellen Banken seit Jahren Kunden ab. Die Berliner nutzen die Infrastruktur der bayerischen Wirecard Bank und derzeit auch noch deren Banklizenz. Einlagen bei Number26, auf die das Unternehmen aktuell keine Zinsen zahlt, sind somit durch das deutsche Einlagensicherungssystem geschützt.

Number26 kooperiert mit Barzahlen: Bargeld aus der Ladenkasse – ohne Karte

Number26 kooperiert mit Barzahlen

Bargeld aus der Ladenkasse – ohne Karte

Die 50.000 Kunden des Berliner Fintech-Unternehmens Number26 können mit Cash26 ab sofort in 3000 Geschäften Bargeld abheben. Dafür brauchen sie keine Geldkarte, sondern allein ihr Smartphone mit einem Barcode.

Number26 hat es vor allem auf Kunden abgesehen, die Geldgeschäfte über ihr Smartphone abwickeln. Mit dem Handy können Number26-Nutzer Geld unter anderem in 6000 Supermärkten abheben, ohne dabei bei Rewe, Penny oder Real auch einkaufen zu müssen. Mehrere bekannte Investoren haben Geld in die 2013 gegründete Firma gesteckt, unter anderem PayPal -Mitgründer Peter Thiel und die Axel-Springer -Startup-Schmiede Plug and Play.

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