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21.07.2011

10:16 Uhr

Banken-Stresstests

Bundesbank gegen öffentliche Banken-Stresstests

Die neue Vizepräsidentin der Bundesbank, Sabine Lautenschläger, hat sich gegen die Veröffentlichung zukünftiger Banken-Stresstests ausgesprochen. Sie folgt damit der Meinung der deutschen Bankenverbände.

Sabine Lautenschläger will die Stress-Tests der Banken zukünftig der Öffentlichkeit vorenthalten. Quelle: dpa

Sabine Lautenschläger will die Stress-Tests der Banken zukünftig der Öffentlichkeit vorenthalten.

Die nächsten Stresstests der europäischen Banken sollten nach Ansicht der Bundesbank künftig nicht mehr veröffentlicht werden. „Ich bin von einer Veröffentlichung außerhalb von Krisenzeiten nicht überzeugt“, sagte die für die Bankenaufsicht zuständige neue Vizepräsidentin der Bundesbank, Sabine Lautenschläger, der „Börsen-Zeitung“. Die Veröffentlichung schade den Aufsehern, die ihre Methoden zur Überwachung der Banken nicht mehr so frei gestalten könnten wie vorher.

Auch die deutschen Bankenverbände hatten vor einer Veröffentlichung der detaillierten Daten gewarnt. Sie könnten die Staatschuldenkrise verschärfen und zu Spekulationen gegen die Banken führen. Lautenschläger, die bis April die Bankenaufsicht bei der Finanzaufsicht BaFin geleitet hatte, bezweifelte auch, dass der Stresstest wie erhofft die Märkte beruhigt habe. „Die Reaktionen des Marktes in dieser Woche deuten nicht darauf hin, dass das Vertrauen zugenommen hat.“ Sie gehe aber davon aus, dass der viel beachtete Stresstest 2012 oder 2013 eine Neuauflage erleben werde. Ein Stresstest der Liquiditätsausstattung unter den Banken in Europa, der parallel zu dem Eigenkapitaltest veranstaltet worden war, blieb unter Verschluss. Lautenschläger beruhigte aber: „Die deutschen Banken haben insgesamt keine Probleme, sich am Markt Liquidität zu beschaffen. Es ist jedenfalls nichts, was mir jetzt unmittelbar Sorgen macht.“

Von

rtr

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