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21.12.2015

07:27 Uhr

Banken-Übernahme

Santander kauft portugiesische Banif-Bank

Das wird teuer für die Steuerzahler: Unter Milliardenkosten wird die angeschlagene portugiesische Bank Banif an die Santander-Tochter Totta verkauft. Premier Costa räumt ein: Die Kosten für die Portugiesen seien hoch.

Bereits am 14. Dezember beunruhigten erste Gerüchte über staatliche Rettungsmaßnahmen die Aktie der Banif. Damals fiel ihr Kurs um 35 Prozent. Jet AFP

Banco International do Funchal

Bereits am 14. Dezember beunruhigten erste Gerüchte über staatliche Rettungsmaßnahmen die Aktie der Banif. Damals fiel ihr Kurs um 35 Prozent. Jet

LissabonDie angeschlagene portugiesische Bank Banif wird unter Milliardenkosten für den Steuerzahler an den spanischen Finanzkonzern Santander verkauft. Wie die Notenbank des Landes am Sonntag mitteilte, zahlt die Tochter Santander Totta 150 Millionen Euro für das Institut, das auf der Atlantikinsel Madeira beheimatet ist.

Zugleich bekommt die vergleichsweise kleine Bank eine Kapitalspritze von knapp 2,3 Milliarden Euro. Davon entfallen 489 Millionen Euro auf den portugiesischen Bankenfonds, während 1,77 Milliarden Euro direkt vom Staat kommen.Der neue Ministerpräsident Antonio Costa sagte in einer Fernsehansprache, die Kosten für den Steuerzahler seien hoch.

Stellenabbau-Pläne europäischer Großbanken

Barclays

Derzeit: 132.300 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 19.000 Stellen bis 2016

Bei Barclays waren zunächst 30.000 Stellen im Gespräch, die wurden jedoch nicht bestätigt. Der Plan sieht vor 19.000 Stellen bis 2016 zu streichen.

Credit Suisse

Derzeit: 140.000 Stellen

Abgebaut werden: 19.000 Stellen

Deutsche Bank

Derzeit: 103.000 (nach geplanter Festeinstellung externer Kräften)

Abgebaut werden: 26.000 Stellen (ein Großteil durch Verkauf der Postbank)

HSBC

Derzeit: 259.834 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 50.000 Stellen bis 2017

Standard Chartered

Derzeit: 84.000 Mitarbeiter

abgebaut werden: 15.000 Stellen

Unicredit

Derzeit: 146.600 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 18.200 Stellen, 6.000 davon durch die Abspaltung der Fondsgesellschaft Pioneer und den Verkauf der Ukraine-Tochter

Es sei rechtlich aber die einzige Möglichkeit, Bankkunden zu schützen und die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten. Banif hat einen Marktwert von 91 Millionen Euro. Per Ende September beliefen sich die Einlagen auf sechs Milliarden Euro.

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Von

rtr

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