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16.11.2011

09:56 Uhr

Banken

UniCredit droht schlechtere Bonitätsnote

Die Ratingagentur Moody's hat nach massiven Verlusten der italienischen Großbank eine Prüfung ihrer langfristigen Kreditwürdigkeit angekündigt. Auch Töchter wie HypoVereinsbank und Bank Austria sind davon betroffen.

Die Zentrale der Unicredit-Bank in Mailand. AFP

Die Zentrale der Unicredit-Bank in Mailand.

MailandItaliens größter Bank UniCredit droht nach dem rekordverdächtigen Verlust von 10,6 Milliarden Euro im dritten Quartal eine Herabstufung der Bonität. Die Ratingagentur Moody's teilte am Mittwoch mit, die Noten für die langfristige Kreditwürdigkeit des Mailänder Instituts sowie zahlreicher Töchter zu prüfen. Davon sind unter anderem die HypoVereinsbank in München und die Bank Austria in Wien betroffen, die in der UniCredit-Gruppe für das Investmentbanking beziehungsweise das Osteuropa-Geschäft zuständig sind.

Bei der UniCredit ist nach Moody's-Angaben nun die Note „A2“ in Gefahr - es ist die sechsbeste bei der Agentur. Sie steht für eine gute Kreditqualität. Die Bank kämpft seit längerem mit einer vergleichsweise schwachen Kapitalausstattung. Das soll nun geändert werden: Denn die HVB-Mutter hatte am Montag nach dem Mega-Verlust eine Kapitalerhöhung über satte 7,5 Milliarden Euro angekündigt.

UniCredit-Chef Federico Ghizzoni sieht sein Haus trotz der dünnen Kapitaldecke nicht als Übernahmeziel. „Wir sind eine systemische Bank und ich bezweifle, dass in dem derzeitigen Umfeld irgendjemand Interesse daran hat, eine noch größere Bank zu gründen“, sagte er der italienischen Tageszeitung „Il Sole 24 Ore“ (Mittwochausgabe). Einen Verkauf der Töchter in Polen oder der Türkei schloss der Bankchef erneut aus. Auch aus der italienischen Bank Mediobanca wolle sich UniCredit nicht zurückziehen.

Von

rtr

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