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25.10.2013

07:26 Uhr

Bankenaufsicht

Fed führt 2017 strenge Liquiditätsregeln ein

Die Liquiditätsregeln der US-Notenbank Federal Reserve für Großbanken sollen schon 2017 und somit früher greifen als die der Europäischen Union. Zudem sind die Regeln strenger als das europäische Pendant.

Das Hauptquartier der US-Notenbank Fed. Mit der Liquiditätsvorschrift, will die Fed für widerstandsfähiges und sicheres Finanzsystem sorgen. AFP

Das Hauptquartier der US-Notenbank Fed. Mit der Liquiditätsvorschrift, will die Fed für widerstandsfähiges und sicheres Finanzsystem sorgen.

Die US-Notenbank Federal Reserve geht mit ihren Liquiditätsregeln für die heimischen Großbanken weiter als der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht. Die neuen Vorschriften sollen zudem früher greifen als in der Europäischen Union vereinbart.

Die großen US-Banken müssen den geplanten Liquiditätsregeln der Federal Reserve zufolge ausreichend leicht verkäufliche Wertpapiere vorhalten, um 30 Tage lang zu überleben, falls die Kreditmärkte austrocknen sollten. Die Regelung gilt in erster Linie für Banken mit einer Bilanzsumme von über 250 Milliarden Dollar oder hoher internationaler Reichweite.

Das sogenannte Liquidity Coverage Ratio (LCR) soll in den USA bereits im Januar 2017 verpflichtend eingeführt werden - zwei Jahre früher als die Basel-Frist. Der Vorschlag wurde am Donnerstag bei einem Treffen in Washington einstimmig angenommen, heißt es auf der Webseite der Federal Reserve. Allerdings müssen auch noch andere Aufseher dem Fed-Vorschlag zustimmen, darunter die Einlagensicherung.

„Die vorgeschlagene Regel würde erstmals in den Vereinigten Staaten eine quantitative Liquiditätsvorschrift einführen, die zu einem widerstandsfähigeren und sicheren Finanzsystem beiträgt“, sagte Fed-Chairman Ben Bernanke vor der Abstimmung. Die US-Banken müssten dem Vorschlag zufolge etwa 2 Billionen Dollar (rund 145 Billionen Euro) wegen der Regelung zur Seite legen. Nach Schätzungen der Fed fehlen den Banken dazu etwa 200 Milliarden Dollar.

Kommentare (3)

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25.10.2013, 07:58 Uhr

...wenn die so weitermachen, gibt es 2017 keine FED mehr !

wolfshund

25.10.2013, 08:26 Uhr

Die ganzen Regeln werden eingeführt, um psychologisch zu beruhigen, was essentiell für die Märkte ist. Danach wird wieder vmit (Geld-) "Spritzen" (temporärer Charakter) oder ähnlichen Begriffen herumgeworfen. Sonst hätte es ja dauerhaften weil gebilligten Charakter.
Offenbar ist das beste Wertschöpfungspotential seit Lehman-Brothers erschöpft; nun werden die Zügel angezogen, zu spüren bekommen es die von JPMorgan, Goldman-Sachs, FED als Dachorga, dann Warburg, Rothschild, Rockefeller sehr unerwünschten, vielen kleinen Lemminge mit sicherlich weniger Kreditspielraum entgegen zur auslaufenden Konsumgesellschaft.

Rechner

25.10.2013, 09:17 Uhr

O-Ton FED
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Die großen US-Banken müssen den geplanten Liquiditätsregeln der Federal Reserve zufolge ausreichend leicht verkäufliche Wertpapiere vorhalten, um 30 Tage lang zu überleben, falls die Kreditmärkte austrocknen sollten.
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Selten so gelacht.

Aufgrund dieser "genialen" Regelung weden sich alle US-Banken mit derartigen "leicht verkäuflichen" Wertpapieren vollstopfen, der Anreiz derartige "leicht verkäufliche Wertpapiere" zu emittieren wird entsprechen groß sein, und die nächste US-Finanzkrise wird darin bestehen, daß diese "leicht verkäuflichen Wertpapiere" eben nicht mehr leicht verkäuflich sind.

...

Wann werden diese Nachtkappen begreifen, daß derartige schematische Regelungen zu gigantischen Kapitalfehllenkungen und geradewegs zur nächsten Krise führen?

Wohl nie, wenn der Seich den Alan Greenspan in seiner Autobiographie "The Age of Turbulence" verzapft hat Gradmesser des Verständnisses amerikanischer Zentralbanker für ihr Geschäft sein sollte.

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