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03.02.2011

07:44 Uhr

Bankenbranche

Deutsche Bank will dieses Jahr Rekorde brechen

Die Deutsche Bank hat ihre Rekordziele für das laufende Jahr bekräftigt - trotz Postbank und trotz all der gesamtwirtschaftlichen Risiken. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann peilt einen Vorsteuergewinn an, denn das Bankhaus so noch nie zuvor verdient hat. Für die Anleger gab es aber auch eine böse Nachricht.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann. dpa

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann.

pk/mm HB FRANKFURT. Die Deutsche Bank hält trotz eines Gewinneinbruchs 2010 an ihren Rekordzielen für dieses Jahr fest. Vorstandschef Josef Ackermann setzt dabei vor allem auf das Kapitalmarktgeschäft, das auch im vergangenen Jahr gegen den Branchentrend wuchs und den Löwenanteil zum Gewinn beisteuerte.

Insgesamt peilt der Schweizer 2011 ohne Sonderfaktoren ein Ergebnis von zehn Milliarden Euro vor Steuern an. "Trotz verbleibender Risiken und Unwägbarkeiten hinsichtlich des wirtschaftlichen Umfelds sind wir zuversichtlich, dass wir dies schaffen werden", erklärte Ackermann am Donnerstag. Er sprach von ehrgeizigen Ziele. Von Reuters befragte Analysten trauen dem größten deutschen Geldhaus bislang angesichts schärferer Regulierung nur 8,6 Milliarden Euro zu.

Im vergangenen Jahr sank der Gewinn vor Steuern auf vier Milliarden Euro von 5,2 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Der Überschuss brach auf 2,3 Milliarden Euro von 5,0 Milliarden Euro ein. Hauptgrund waren Abschreibungen von 2,3 Milliarden Euro wegen der Postbank-Übernahme. Speziell im vierten Quartal schlugen zudem Belastungen für den Umbau der auf reiche Privatkunden spezialisierten Tochter Sal. Oppenheim negativ zu Buche.

Diese summierten sich auf 400 Millionen Euro. "Das Jahr 2010 war für die Deutsche Bank ein Jahr des Wandels", betonte Ackermann. Mit einer Eigenkapitalrendite von knapp 15 Prozent vor Steuern ist er von seinem umstrittenen Ziel von 25 Prozent derzeit weit entfernt. Die Dividende hält die Bank konstant bei 75 Cent, Analysten hatten etwas mehr erwartet. Vorbörslich lagen die Aktien leicht im Minus.

Während das Filialgeschäft und das Geschäft mit vermögenden Kunden noch nicht die angestrebten Gewinne schreiben, ist das Investmentbanking schon deutlich weiter. Der Geschäftsbereich Corporate Banking and Securities (CB&S) konnte im letzten Quartal 2010 einen Vorsteuergewinn von 625 Millionen Euro abliefern gegenüber 398 Millionen Euro in der Vergleichzeit des Vorjahres. Damit bleibt der Handel mit Wertpapieren, das Emissionsgeschäft und die Beratung bei Fusionen und Übernahmen das Herzstück des Bankkonzerns.

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