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06.10.2011

19:35 Uhr

Bankenkrise

Belgien will Dexia nicht alleine retten

Wie es für das belgisch-französische Bankhaus Dexia weitergeht ist unklar. Aber eines will Belgien keinenfalls: Auf den Kosten für die Rettung der taumelnden Bank sitzen bleiben. Frankreich soll mitzahlen.

Dexia droht als erste große europäische Bank zum Opfer der Schuldenkrise zu werden. AFP

Dexia droht als erste große europäische Bank zum Opfer der Schuldenkrise zu werden.

Paris/BrüsselBelgien will für die Rettung der taumelnden Bank Dexia nicht alleine zahlen. Belgiens amtierender Ministerpräsident Yves Leterme sagte am Donnerstag dem Radiosender RTL, seine Regierung werde auf eine gerechte Aufteilung der Kosten für die Rettung mit Frankreich dringen. „Wir wollen am Ende nicht der alleinige Besitzer von Dexia sein“, betonte auch Finanzminister Didier Reynders vor Journalisten. Die Entscheidung über die Aufspaltung des belgisch-französischen Geldhauses soll am Samstag auf einer Sitzung des Verwaltungsrats fallen. Die Dexia-Aktien, die am Donnerstag um 17 Prozent fielen, wurden über das Wochenende vom Handel ausgesetzt.

Dexia droht als erste große europäische Bank zum Opfer der Schuldenkrise zu werden. Frankreich und Belgien hatten die Bank am Dienstag mit einer Garantie für die Sparer gestützt. Die mit 4,8 Milliarden Euro in Griechenland engagierte Bank zittert vor weiteren Abschreibungen auf ihre Staatsanleihen. Ein Verkauf von Firmenteilen soll frisches Geld bringen. Für ihre Privatbank in Luxemburg, eines der Filetstücke der Bank, hat Dexia nach eigenen Angaben einen möglichen Käufer gefunden. Medienberichten zufolge will das Scheichtum Katar 900 Millionen Euro dafür hinblättern. Die Börsenaufsicht in Brüssel setzte die Aktie deshalb vom Handel aus. Wie der luxemburgische Finanzminister Luc Frieden sagte, ist das Land wegen der nationalen Bedeutung von Dexia bereit, eine Minderheitsbeteiligung zu übernehmen.

Belgien und Frankreich wollen spätestens bis Freitag eine Lösung gefunden haben. Derzeit laufen Expertengespräche, die zuständigen Minister sollen später zu den Verhandlungen stoßen.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Fam.Fuls

06.10.2011, 20:05 Uhr

Pleite gehen lassen und fertig

Account gelöscht!

06.10.2011, 20:21 Uhr

Das Hauen und Stechen beginnt. Selbstverständlich geht es auch beim ESFS und später ESM nur darum, die Kosten der Bankenrettung europaweit zu sozialisieren. Es ist klar, wie das deutsch-französische Geplänkel um den ESFS ausgeht. Frankreich wird sich mal wieder durchsetzen, da es ansonsten sein Toprating verliert und die gesamte Rettungspolitik fallen dürfte.

no.7

06.10.2011, 21:19 Uhr

Es wird nicht mehr lange dauern, und der großspurige sarkoz ist genauso pleite wie seine banken.

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