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21.06.2017

18:29 Uhr

Bankenlandschaft in Deutschland

Diese Banken trotzen dem Filialsterben

Allein im vergangenen Jahr schlossen die Banken in Deutschland mehr als 2000 Zweigestellen, aus Kostengründen wird das Filialnetz mehr und mehr ausgedünnt. Doch einige Banken widersetzen sich dem Trend.

Im Jahr 2013 lag die Anzahl der Bankfilialen in Deutschland noch bei 36.000. Mittlerweile sind es 4000 weniger. dpa

Deutsche Bankenlandschaft

Im Jahr 2013 lag die Anzahl der Bankfilialen in Deutschland noch bei 36.000. Mittlerweile sind es 4000 weniger.

New YorkDie deutsche Bankfiliale stirbt einen langsamen Tod. Die rekordniedrigen Zinsen schmälern die Erträge vieler Institute, hinzu kommt der Boom beim Online-Banking. Die Anzahl der Zweigstellen in Deutschland ist allein im vergangenen Jahr um mehr als 2000 gesunken. Doch es gibt auch Banken, die sich dem Trend wiedersetzen.

Dazu zählen die Oberbank, die Deutsche Apotheker- und Ärztebank sowie die Banque CIC Suisse, die zur internationalen Bankengruppe Crédit Mutuel-CIC gehört. Sie alle eröffnen Filialen, während die Konkurrenz aus Kostengründen immer mehr Standorte schließt.

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Gefühlt gibt es nirgendwo so viele Bankfilialen wie in Deutschland. Tatsächlich sind aber die Franzosen Spitzenreiter in Europa. Und der Abstand wird größer, weil deutsche Geldhäuser so viele Zweigstellen schließen.

„In der Bewegung gegen den allgemeinen Markttrend fühlen wir uns sehr wohl“, sagt Franz Gasselsberger, Generaldirektor der österreichischen Oberbank, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Der Ausbau des Filialnetzes lohnt sich für uns auch im derzeitigen Niedrigzinsumfeld. Seit 25 Jahren entwickelt sich der Jahresüberschuss parallel zur Filialanzahl.“

Im Jahr 1990 erwirtschaftete die Oberbank bei 85 Filialen einen Überschuss vor Steuern von 19,5 Millionen Euro, 2016 waren es bei 159 Filialen bereits 219,1 Millionen Euro. Jetzt plant das Unternehmen acht weitere Eröffnungen – zwei in Deutschland, zwei in Österreich, und jeweils zwei in Tschechien und Ungarn. Bis 2020 soll das Netz auf 175 Standorte anwachsen.

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Auch die Deutsche Apotheker- und Ärztebank setzt auf die Filiale. Im vergangenen Jahr kamen bei dem Kreditinstitut drei neue Beratungsbüros in Mainz, München und Frankfurt hinzu, in diesem Jahr folgt Bochum. Derzeit verfügt die Bank über insgesamt 84 Standorte in Deutschland. „Für unsere Kunden ist und bleibt die Filiale eine wichtige Anlaufstelle", sagt Andreas Onkelbach, Leiter Vertriebsmanagement Privatkunden bei dem Institut aus Düsseldorf. „Die Standardüberweisung erledigen Kunden meistens online. Wenn es aber um eine komplizierte Existenzgründung, die Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau geht, dann ist das Gespräch mit dem Berater unersetzlich.“

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