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05.07.2013

19:27 Uhr

Bankenregulierung

Mehrheit der US-Banken wird schärfere Regeln einführen

Laut der Ratingagentur Fitch sind die von ihnen bewerteten Banken gut positioniert und kapitalisiert. Die Mehrheit der US-Banken wird deshalb die Basel-III-Regeln umsetzen können.

Fitch wies darauf hin, dass die US-Vorschriften für kleinere Institute weniger strenge Regeln vorsähen. dpa

Fitch wies darauf hin, dass die US-Vorschriften für kleinere Institute weniger strenge Regeln vorsähen.

New YorkDie meisten US-Banken werden der Ratingagentur Fitch zufolge die schärferen Kapitalvorschriften erfüllen. "Die von uns bewerteten Banken sind gut positioniert und kapitalisiert, um mit der Umsetzung der Basel-III-Regeln klarzukommen", teilte die US-Agentur am Freitag mit.

Insbesondere dürften die meisten dieser Institute rechtzeitig das Ziel einer Kernkapitalquote von sieben Prozent erreichen. Die großen, als systemrelevant eingestuften Banken hätten die Mindestanforderungen bereits übertroffen. Fitch wies darauf hin, dass die US-Vorschriften für kleinere Institute weniger strenge Regeln vorsähen. Damit entstehe ein zweigeteiltes Bankensystem.

Kapitalquoten großer Banken (1. Quartal 2013)

Kernkapitalquoten

Ein Lehre aus den Folgen der Finanzkrise lautet: Banken müssen mehr echtes Eigenkapital vorhalten, dass Verluste auffangen kann. Im „Basel III“ genannten Regelwerk ist eine Mindestquote von 4,5 Prozent aus Eigenkapital und einbehaltenen Gewinnen vorgeschrieben – von Investoren werden aber derzeit eher neun Prozent als Wert für eine stabile Bank angesehen.

Svenska Handelsbanken

17,5 Prozent

Standard Chartered

10,7 Prozent

UBS

10,1 Prozent

HSBC

9,8 Prozent

Deutsche Bank

Nach der Kapitalerhöhung im April 2013: 9,5 Prozent

Santander

9,2 Prozent (Ziel für Ende 2013)

JP Morgan

8,9 Prozent

Credit Suisse

8,6 Prozent („Look-through“ Kapitalquote)

Commerzbank

Ende des 1. Quartals 2013: 7,5 Prozent

Nach der Kapitalerhöhung: 8,6 Prozent

Lloyds

8,1 Prozent

Royal Bank of Scotland

7,7 Prozent

Quelle

Die Kernkapitalquoten stammen von den jeweiligen Geldhäusern und beziehen sich auf das jeweils zuletzt verfügbare Quartal. Die Banken beschreiben die Quote als „Common Equity Tier 1 Ratio nach Basel III“ oder auch nach der EU-Umsetzung der Basel-III-Vorgaben („CRD IV“) als „pro forma fully loaded CRD IV core tier 1 ratio“. Offiziell gilt die Basel-III-Vorgabe erst ab 1. Januar 2019, doch die Investoren verlangen bereits lange eine deutliche Übererfüllung der künftigen Quoten.

Der unter dem Stichwort Basel III bekannte Kapitalstandard verlangt von Geldhäusern, ihre Kernkapitalquote bis 2019 auf sieben Prozent zu erhöhen. Damit soll nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers eine der zentralen Konsequenzen aus der weltweiten Finanzkrise gezogen werden. Für die meisten amerikanischen Banken soll die Umsetzung der neuen Regeln im Januar 2014 beginnen.

Von

rtr

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